
Bei den Hinweisen auf einen geplanten gewaltsamen Aufstand von Inhaftierten in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Siegburg ist es einem Medienbericht zufolge um Stichwaffen und eine Schusswaffe gegangen.
Nach Informationen des "Kölner Stadt-Anzeigers" (Donnerstag) gab es Hinweise, dass mehrere Messer in die Anstalt bestellt worden sein könnten. Einige Messer seien angeblich bereits "geliefert" worden. Auch von einer Schusswaffe, die in der nächsten Woche "erwartet" werde, sei die Rede gewesen.
Ein Ministeriumssprecher verwies auf den Besuch von Nordrhein-Westfalens Justizminister Benjamin Limbach (Grüne) am Donnerstag in der JVA, bei der er sich ein Bild von der Lage mache und sich äußern werde. Waffen seien bei der Durchsuchung der JVA bisher nicht gefunden worden, wiederholte er.
100 Einsatzkräfte bei Großeinsatz am Dienstag
An dem Großeinsatz der Polizei in der JVA Siegburg waren den Angaben zufolge am Dienstagabend rund 100 Einsatzkräfte beteiligt. Bei der Durchsuchung seien vier Handys und geringe Mengen Drogen sichergestellt worden. Der Einsatz sei durch die Aussage eines Gefangenen ausgelöst worden.
Wie der "Kölner Stadt-Anzeiger" weiter berichtet, soll es vor Beginn der Durchsuchung zu einem Konflikt zwischen JVA-Leitung und Polizei gekommen sein. Die Anstaltsleitung habe verlangt, dass unterstützende Beamte ohne Schusswaffen in die Zellentrakte gehen sollten.
Die Polizei habe dies mit Blick auf Eigensicherung und die Erkenntnislage abgelehnt, nach der Waffen bereits in die JVA gekommen sein könnten. Erst nach Beratungen vor Ort - unter Einbindung eines Mitarbeiters des Justizministeriums - sei die Entscheidung gefallen, die Durchsuchung mit bewaffneten Polizisten durchzuführen.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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