
In Deutschland hat die Zahl Schwerverletzter nach gewalttätigen Auseinandersetzungen mit Stichwaffen in den letzten zwölf Jahren zugenommen. Das ergab eine Analyse auf der Grundlage des Trauma-Registers der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU), die im "Deutschen Ärzteblatt" veröffentlicht wurde.
Die Ergebnisse zeigen eine Zunahme von 212 Fällen im Jahr 2013 auf 336 Fälle im Jahr 2024. Mit 382 Fällen gab es 2023 die meisten dieser Patientinnen und Patienten. "Demnach hat diese Art der Verletzungen im Beobachtungszeitraum von 12 Jahren insgesamt um 58,8 Prozent zugenommen," teilte die DGU mit. "Die Versorgung von Stichverletzungen gehört heute deutlich häufiger zu unserem Arbeitsalltag als noch vor zehn Jahren", sagte DGU-Präsident Frank Hildebrand.
In die Analyse eingeschlossen wurden den Autoren zufolge Patientinnen und Patienten, bei denen in der Zeit von Januar 2013 bis Dezember 2024 eine schwere Stichverletzung mit Verdacht auf ein Gewaltverbrechen als Ursache dokumentiert wurde. "Aufgenommen werden ausschließlich Patientinnen und Patienten, die in Lebensgefahr schweben oder auf einer Intensivstation behandelt werden müssen", ergänzte die DGU in einer Mitteilung.
Die Methodik
Ziel der Arbeit war laut Mitteilung, die "öffentliche Diskussion über eine vermeintliche Zunahme schwerer Körperverletzungen durch Messerangriffe mit möglichst validen Zahlen sachlich zu stützen". Dafür wurden nach Angaben der Autoren die Daten aus dem Trauma-Register DGU ausgewertet. Insgesamt wurden 291.752 Schwerverletzte dokumentiert, davon fielen 3.664 in die Kategorie Stichverletzung und Verdacht auf Gewalttat.
Die DGU betont deshalb auch, dass die Anzahl Schwerverletzter in deutschen Traumazentren mit Stichverletzungen und Verdacht auf damit verbundene Gewaltdelikte mit 1,26 Prozent vergleichsweise gering ist. Auffallend: Unter ihnen waren überwiegend Männer (85,6 Prozent), wie ein Blick in die Analyse zeigt.
Philipp Störmann, Erstautor sowie Mitglied der DGU-Sektion Notfall-, Intensivmedizin und Schwerverletztenversorgung erklärte: "Insgesamt machen diese Verletzungen einen sehr geringen Anteil der Schwerverletztenversorgung aus, dennoch zeigen die Zahlen dieser Arbeit in den letzten Jahren einen Anstieg der Fallzahl vor allem in Regionen mit hoher Bevölkerungsdichte."
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
Weitere aktuelle News zum Thema "Kriminalität":
- Landgericht Hannover: Kameradin zum Oralverkehr gezwungen? - Soldat vor Gericht
- Eilmeldung: Nord-Stream-Anschläge: Verdächtiger in Kroatien festgenommen
- Polizei-News Bielefeld, 19.08.26: Zwei Unfälle mit schwer verletzten Radfahrern
- Polizei-News Kassel, 19.08.26: Nach Schüssen mit Schreckschusspistole - Berauschter 21-Jähriger greift bei Festnahme Polizisten an
NEUESTE BEITRÄGE
- 1
1. FC Schweinfurt 05 - FC Erzgebirge Aue im Live-Stream und TV: Der 38. Spieltag am 16.05.2026 mit Aue in Schweinfurt13.05.2026 - 2
München: Juwelenraub in München - Verdächtiger ermittelt18.06.2026 - 3
Eisenhüttenstadt: Buhlen um Zuzug: Probewohnen in Brandenburger Kommunen05.06.2026 - 4
Dropkick Murphys auf Tour 2025/2026: Das sind ihre nächsten Termine16.12.2025 - 5
Tennis News: Siegemund will in Melbourne in Runde drei21.01.2026
Ähnliche Artikel
Fußball-WM: Fast 18,5 Millionen Menschen sehen deutsche WM-Niederlage26.06.2026
Berlin: Amt warnt vor extremer Hitze am Samstag19.06.2026
Donald Trump: Trump gratuliert US-Nationalmannschaft zum Auftaktsieg13.06.2026
Kriminalität: Messerangriff in Zug - Verdächtiger soll vor Haftrichter26.03.2026
Borussia Dortmund News: Kovac zu Schlotterbeck-Vertrag: "Tun alles, dass er bleibt"02.04.2026
RB Leipzig News: Hasenhüttl lag mit Hantavirus auf Intensivstation08.05.2026
WTA Tennis in Parma: Camila Osorio dominizert Lucia Bronzetti13.05.2026
Vanessa Blumhagen kaum verändert: "Zeitlose Schönheit!" Bikini-Fotos fackeln Instagram ab05.07.2026
Unfall: Unfall bei Karnevalsumzug: Verletzte in kritischem Zustand17.02.2026
Wetter im Frühjahr: Rekordverdächtig: Besonders sonniger Frühling in Berlin29.05.2026













