
- TV-Aus für Umwelt-Doku-Reihe "Im Einsatz für ..." beim ZDF
- Schauspieler Hannes Jaenicke wettert gegen die Verantwortlichen
- Harte Worte im Interview - kein öffentlicher Raum für Umwelt-Themen
Schauspieler Hannes Jaenicke ist ein Freund der offenen und ehrlichen Worte - und diese kann er aktuell kaum für sich behalten. Warum? Der 65-Jährige hadert mit dem Aus seiner jährlichen Umwelt-Dokumentationsreihe "Im Einsatz für ...", die im ZDF ausgestrahlt wurde. Die Produktion wurde vom TV-Sender nach mehr als 15 Jahren eingestellt. Zuletzt war Jaenicke 2025 bei "Im Einsatz für den Oktopus" im Zweiten zu sehen.
Schauspieler Hannes Jaenicke zeigt sich enttäuscht
Auf dem roten Teppich erklärt sich der Schauspieler nun gegenüber dem "Berliner Kurier". Er sei schlichtweg fassungslos über das Aus der Sendung, könne kaum verstehen, warum man eine umweltbelastende und kostspielige Produktion wie das "Traumschiff" weiter laufen lässt, aber seine "kleine Sendung" einfach absetzt. "Ich hätte die Sendung wahnsinnig gerne weiter gemacht, aber Umweltthemen sind im Moment einfach nicht gefragt und gewünscht. Das wird sich hoffentlich wieder ändern", erklärt der Schauspieler, um schließlich noch einmal deutlich zu werden. Denn: Die Quote sei "hervorragend" gewesen. Und auch die Klickzahlen "waren sensationell", berichtet der 65-Jährige. Man habe weltweit mehr Preise gewonnen als irgendeine andere Doku-Reihe. Warum also das plötzliche Aus?
Harte Worten gegen ZDF-Verantwortliche nach TV-Aus von "Im Einsatz für ..."
"Wir kapieren es erst, wenn wir unser Essen vergiften, wenn wir absaufen, wenn Brandenburg völlig austrocknet und wenn die Meeresspiegel weiter ansteigen. Der Mensch funktioniert nur unter Leidensdruck. Das ist die traurige Wahrheit", lässt Hannes Jaenicke seinen Unmut freien Lauf. Und mehr noch: Für die ZDF-Verantwortlichen und auch dem Rest der Gesellschaft habe er in diesem Fall nur wenig Verständnis übrig.
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"Lieber Gott, wirf Hirn vom Himmel"
"Die Leute denken nicht mehr nach, und sie haben offensichtlich auch den moralischen Kompass verloren. Da fällt mir nur ein Satz ein: Lieber Gott, wirf Hirn vom Himmel! So dumm wie diese Generation durch Social Media gemacht wird, ist da meiner Meinung nach Hopfen und Malz verloren."
Öffentlich-Rechtliche im Kreuzfeuer der Kritik
Mit seinem Frust ist der Schauspieler derzeit nicht der Einzige, der so manche Entscheidung des Senders als äußerst fragwürdig einstuft. Erst vor geraumer Zeit wurde ein Podcast-Format vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk im Netz stark kritisiert. Der Vorwurf: Bildungsauftrag verfehlt.
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