
Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel hat die Kritik von Medien und Ex-Spielern nach dem WM-Scheitern im Halbfinale gekontert. "Wenn wir morgen gewinnen, ist es das beste Ergebnis bei einer Weltmeisterschaft seit 60 Jahren. Es ist alles eine Frage der Perspektive", sagte der Schwabe. Der Weltmeister von 1966 trifft in Miami Gardens im Spiel um Platz drei am Samstag (23.00 Uhr/MagentaTV) auf Frankreich.
Tuchel räumte ein, dass England zu Frankreich und den Finalisten Spanien und Argentinien Nachholbedarf habe. "Die Lücke ergibt sich durch die Titel. Das haben sie sich über Jahre aufgebaut. Aber es ist möglich, sie zu schließen", sagte Tuchel.
Narbe nach dem Schock
Erst im Februar hatte Tuchel seinen Vertrag mit dem englischen Verband FA bis nach der EM 2028 in Großbritannien und Irland verlängert. Er betonte erneut, dass er diesen Vertrag erfüllen wolle. Nach dem 1:2 im Halbfinale gegen Argentinien war Tuchel vorgeworfen haben, das Spiel durch falsche Entscheidungen verloren zu haben.
Die Niederlage, bei der England bis zur 85. Minute 1:0 führte, beschäftigt Tuchel noch immer. "Nach dem Schock im ersten Moment wurde es jeden Tag schmerzhafter", sagte der 52-Jährige. "Es wird eine Narbe bleiben. Es ist nicht die erste und es wird nicht die letzte sein."
Seine Entscheidungen, in der defensiven Struktur zweimal umzustellen, bereut er nicht. Er würde es eher bereuen, hätte er nicht reagiert, betonte Tuchel. "Aber wenn man jemandem unbedingt die Schuld geben möchte, dann übernehme ich das", sagte Tuchel. Es seien aber alles nur Szenarien, die nun erstellt werden. Niemand könne wissen, wie sich diese ausgewirkt hätten.
Am Ende ging die Kraft aus
Tuchel räumte ein, dass seine Mannschaft körperlich nicht mehr auf der Höhe war. Das Achtelfinale gegen Mexiko in der Höhe von Mexiko-Stadt in Unterzahl und das Viertelfinale gegen Norwegen in der schwülen Hitze von Florida hätten mehr Kraft gekostet, als man sich eingestehen wollte.
Im Spiel um Platz drei plant Tuchel einige Veränderungen. Die Ansprüche sinken dennoch nicht. "Mentalität schaltet man nicht einfach an, wenn man sie braucht. Es wird also der Moment sein, in dem wir zeigen können, wer wir sind", sagte der Coach.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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