
Die deutsche Ärzteschaft beklagt regelmäßige Fälle von Übergriffen gegen Medizinerinnen und Mediziner. Nach einer Leser-Umfrage des "Deutschen Ärzteblatts" werden Ärztinnen und Ärzte immer wieder bedrängt oder angegriffen. Bundesärztekammer-Präsident Klaus Reinhardt sagte der Deutschen Presse-Agentur dazu: "Wer Helferinnen und Helfer angreift, zerstört das Vertrauensverhältnis, auf dem medizinische Versorgung beruht, und gefährdet damit die Funktionsfähigkeit unseres Gesundheitswesens."
Angriffe auf Beschäftigte in Kliniken, Praxen, im Rettungsdienst und bei der Feuerwehr müssten daher härter bestraft werden, forderte Reinhardt. Mit einer Leser-Umfrage rückt das "Ärzteblatt" als Branchenzeitung das Thema nun in den Fokus.
Zwei Drittel der 1.619 Befragten dieser Umfrage gaben an, bereits Gewalt im beruflichen Kontext erfahren zu haben. Das Blatt hatte von seiner Leserschaft wissen wollen, ob und in welchem Umfang sie selbst Opfer von Übergriffen geworden war. Heute will die Ärztekammer bei einer Pressekonferenz auf die Ergebnisse eingehen.
In den genannten Fällen waren die Angreifer den Angaben zufolge überwiegend alleine handelnde männliche Personen, die eine medizinische Einrichtung als Patienten oder Angehörige aufgesucht haben, fasst das "Ärzteblatt" zusammen.
Höhere Strafen geplant
Der Gesetzgeber will Ärztinnen und Ärzte künftig besser durch höhere Strafen schützen. Konkret sollen sie in besondere Strafvorschriften zum Schutz von Einsatz- und Rettungskräften einbezogen werden, hatte das "Ärzteblatt" im Dezember unter Berufung auf einen Referentenentwurf berichtet. Das soll auch für Angehörige anderer Heilberufe und ihre Mitarbeitenden gelten.
Demnach sieht das Bundesjustizministerium einen neuen Paragrafen 116 im Strafgesetzbuch vor. Tätliche Angriffe gegen Ärztinnen und Ärzte und ihre Mitarbeitenden sollten den gleichen Strafandrohungen unterliegen wie Angriffe gegen Rettungskräfte. Vorgesehen sind in einem Referentenentwurf Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren.
Reinhard sagte: "So richtig und notwendig diese Maßnahmen sind, bleibt dennoch entscheidend, dass Strafverfolgungsbehörden ausreichend ausgestattet werden und Anzeigeverfahren einfacher, schneller und niedrigschwelliger gestaltet sind."
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
Weitere aktuelle News im Ressort "Panorama":
NEUESTE BEITRÄGE
- 1
NFL live: Cincinnati Bengals gegen Cleveland Browns im TV29.12.2025 - 2
Hamburger SV News: Schiri-Frust nach XXL-Januar: Bayern mit Dämpfer beim HSV01.02.2026 - 3
Prozess (Gericht): Zerstückelte Leiche im Rhein - BGH hebt Urteil auf13.01.2026 - 4
Olympia 2026: Rodler Langenhan auf Goldkurs - Loch weit zurück07.02.2026 - 5
Fußball News: Ronaldo kauft Anteile an spanischem Zweitligisten26.02.2026
Ähnliche Artikel
Uta Bresan im TV: Aktuelle Fernsehauftritte im TV-Guide16.12.2025
Olympia 2026: Rodel-Gold für Taubitz greifbar - Fräbel patzt schwer10.02.2026
Meghan Markle: Deutliche Warnung an Herzogin Meghan - das muss sich im neuen Jahr ändern05.01.2026
Olympia 2026: Alle deutschen Skeleton-Frauen mit Medaillenchancen13.02.2026
NBA Liveticker: LA Clippers vs. New Orleans Pelicans Scores auf einen Blick02.03.2026
SV Wehen Wiesbaden - SC Verl im Live-Stream und TV: Mammutaufgabe am 25.01.2026 für SV Wehen gegen die Verler22.01.2026
Berlin News: Streit um Streusalz-Einsatz: Nabu wehrt sich gegen Vorwürfe06.02.2026
HT Norderstedt 5 - Moorreger SV 2 (Handball): Sieg für HT Norderstedt 5 mit Topscorer Hendrik Banthin08.02.2026
Fußball News: Müller zählt Deutschland bei WM nicht zu den Topfavoriten28.02.2026
NFL Superbowl 2026 live: New England Patriots vs. Seattle Seahawks kostenlos streamen!02.02.2026













