
Das Verhältnis zwischen dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und FIFA-Präsident Gianni Infantino ist aus Sicht von DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig nicht mehr zu kitten. "Das ist aus meiner Sicht ein irreparabler Vertrauensverlust – und nicht nur zum DFB", meinte Rettig in einem Interview des Magazins "Stern" nach den gescheiterten Investorenplänen Infantinos.
Der 63-Jährige hat dafür zwei Gründe. "Zum einen wegen der Art und Weise, wie diese Entscheidung herbeigeführt werden sollte – Stichwort stilles Kämmerlein – und die unlauteren Köder, die ausgeworfen worden sind. Zum anderen wegen des Inhalts. Daran sieht man auch, dass Herr Infantino sich mittlerweile mit Menschen umgeben hat, die außerhalb des Fußballs kommen – aus der Finanzwirtschaft oder der Realwirtschaft", erklärte Rettig. "Sie können aber Prinzipien der Finanz- oder Realwirtschaft nicht eins zu eins auf den Fußball übertragen. Das versteht niemand, der den Fußball liebt."
"Deutliches Signal" in Richtung FIFA
Infantino hatte in der vergangenen Woche auf einmal milliardenschwere Pläne präsentiert, WM-Rechte an private Investoren verkaufen zu wollen. Nach einer Empörungswelle zog der FIFA-Boss das Vorhaben zurück. Infantino, seit 2016 Verbandschef, ist dadurch massiv in die Kritik geraten.
"Als er FIFA-Präsident wurde und Sepp Blatter ablöste, war zunächst eine große Erleichterung spürbar. Nach dem Motto: Jetzt kann es eigentlich nur besser werden. Wir sind leider eines Besseren belehrt worden", meinte Rettig. "Ich glaube, es hat eine Entwicklung gegeben. Aus meiner Sicht hat Herr Infantino sehr viel Zeit, Geld und Energie in den Erhalt seines Machtapparates investiert. Offenkundig dienten viele Entscheidungen in erster Linie dazu, die eigene Position zu festigen."
Für Rettig ist Infantino im Grunde nicht mehr tragbar. "Ich kann nur auf die Erklärung der UEFA verweisen. Dort ist von einem Vertrauensverlust die Rede. Damit ist eigentlich alles gesagt. Wenn Mitglieder öffentlich erklären, dass sie kein Vertrauen mehr in die Führung haben, ist das ein sehr deutliches Signal", sagte Rettig. Die UEFA war Infantino scharf angegangen. "Es muss die Reset-Taste gedrückt werden. Es braucht eine andere Kultur. Denn Vertrauen ist die härteste Währung", sagte Rettig.
474389
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
Noch mehr spannende Fußball-Nachrichten lesen Sie hier:
- Nächste Fußball-Sendungen im TV
- Transfer News: Kap Verdes WM-Held Vozinha begeistert in Chile empfangen
- Transfer News: Wechsel offenbar geplatzt: Lindström doch nicht zu Schalke
- Fußball News: Nach Spionage: Deutscher Trainer erzählt von Morddrohungen
- Fußball-Testspiele im Sommer 2026: Saison-Vorbereitung läuft – Bayern München testet gegen Jeju United
NEUESTE BEITRÄGE
- 1
Lucas Michels: Traurige Todes-Nachricht erschüttert Fans von YouTuber AviveHD18.03.2026 - 2
Berlin: Wegner: Angriff auf unsere weltoffene Gesellschaft26.07.2026 - 3
Bahn: Oberleitung fällt auf ICE: Reparatur dauert an12.04.2026 - 4
ATP Tennis in Miami Ergebnis: Tommy Paul überwältigt Adrian Mannarino20.03.2026 - 5
Justiz: "Kannibale von Rotenburg" will weiter früher aus Haft04.02.2026
Ähnliche Artikel
Borussia Dortmund News: Profivertrag: BVB bindet luxemburgisches Mittelfeld-Talent19.08.2026
Jaedon LeDee: Alle Statistiken und Spielerinfos zur BBL-Saison 2025/202620.05.2026
Weiterstadt/Frankfurt/Kassel: Open-Air-Kinosommer: Wo Filme unter freiem Himmel laufen21.06.2026
Fußball-WM: "Fatales Signal": Ex-DFB-Richter warnt nach Balogun-Urteil06.07.2026
NBA 2026: Kings verlieren nächstes NBA-Spiel - OKC schlägt New Orleans28.01.2026
Hamburg: Lange Haft für tödliche Schüsse - Streit um Steuerschulden04.06.2026
SYNTAINICS MBC vs. SEAWOLVES im Livestream: Ausblick auf das BBL-Match am 6. Spieltag11.10.2026
Rome Open: Arevalo/Pavic wird bezwungen von Harrison/Neal15.05.2026
Wetter in Bayern: Gewitter lösen Extremhitze ab - es wird schwülwarm29.06.2026
Nations League: Klopp setzt trotz Fehlschuss auf Adeyemi: "Weiter geht's"27.09.2026













