
IOC-Chefin Kirsty Coventry teilt die Kritik an der großen Nähe von FIFA-Präsident Gianni Infantino zu US-Präsident Donald Trump nicht. "Er hat ja in ein paar Monaten seine Weltmeisterschaft. Da wäre ich etwas besorgt, wenn es keine gute Beziehung geben würde", sagte die Präsidentin des Internationalen Olympischen Komitees, dessen Mitglied auch Infantino als Chef des Fußball-Weltverbands ist. Die WM findet im Sommer in den USA, Kanada und Mexiko statt.
Zwischen Trump und Infantino hatte sich in den vergangenen Jahren eine besondere, teils sehr kritisch bewertete Dynamik ergeben. Während der WM-Auslosung im Dezember in Washington hatte Infantino den sogenannten FIFA-Friedenspreis an den US-Präsidenten übergeben, der gern offiziell den Friedensnobelpreis gewonnen hätte. Kommentaren in den sozialen und klassischen Medien zufolge empfanden viele Menschen das Schauspiel auf der FIFA-Bühne befremdlich.
Auch die olympische Welt ringt vor dem Hintergrund von Trumps Politik um den Umgang mit den USA, die 2028 auch Gastgeber der Sommerspiele von Los Angeles sein werden. Inmitten der jüngsten Geschehnisse wie dem Angriff des US-Militärs auf Ziele in der venezolanischen Hauptstadt Caracas oder den von Trump mehrfach bekräftigten Ansprüchen auf Grönland habe es aber "keine formale Kommunikation mit dem Weißen Haus" gegeben, ließ Coventry wissen.
Vance und Rubio bei Olympia-Eröffnungsfeier in Mailand
Das IOC habe Trumps Ankündigung zur Kenntnis genommen, dass Vizepräsident JD Vance mit seiner Ehefrau Usha sowie Außenminister Marco Rubio die Eröffnungsfeier der Winterspiele von Mailand und Cortina besuchen werden. Mit den Organisatoren der nächsten Sommerspiele in Kalifornien gebe es gute Gespräche. "Es läuft alles in die richtige Richtung", beteuerte Coventry.
Vereinzelte Forderungen nach einem Ausschluss des US-Teams von den Winterspielen in Italien hatte das IOC schon vor einigen Tagen gekontert. Die Dachorganisation könne sich "nicht direkt in politische Angelegenheiten oder Konflikte zwischen Ländern einmischen, da diese nicht in seinen Zuständigkeitsbereich fallen. Dies ist Sache der Politik. Unsere Aufgabe ist es, sicherzustellen, dass Athletinnen und Athleten unabhängig von ihrer Herkunft an den Olympischen Spielen teilnehmen können", hieß es in einer Mitteilung.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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