
Nur einen Tag nach dem Angriff auf einen Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz ist ein Bahnmitarbeiter am Bahnhof Hamburg-Dammtor brutal niedergeschlagen und verletzt worden. Ein 43-jähriger Mann soll den Mitarbeiter attackiert haben, weil er sich in einem Dienstraum nicht aufwärmen durfte, wie die Bundespolizei mitteilte. Der Vorfall habe sich bereits am Dienstagnachmittag ereignet. Demnach habe der 43-Jährige den Raum der Bahnaufsicht am Bahnsteig 3 unerlaubt betreten. Als ihm der 49 Jahre alte Bahnmitarbeiter erklärt habe, dass er sich dort nicht aufhalten dürfe, sei die Situation sofort eskaliert.
Der Bahnmitarbeiter sei von dem Mann beleidigt und mit Faustschlägen gegen Kopf und Oberkörper angegriffen worden, so die Polizei. Auch als er bereits am Boden lag, habe der 43-Jährige ihm noch mehrfach gegen den Kopf getreten.
Zufällig anwesender Polizist kann Angreifer stoppen
Ein weiterer Bahnmitarbeiter, der seinem Kollegen zu Hilfe kommen wollte, sei von dem 43-Jährigen in den Schwitzkasten genommen worden. Erst einem privat auf dem Bahnsteig anwesenden Beamten der Hamburger Landespolizei sei es gelungen, den äußerst aggressiven Mann zu fixieren.
Der Bahnmitarbeiter sei mit Verletzungen an Kopf und Oberkörper sowie Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Krankenhaus gebracht worden.
Der 43-jährige Angreifer kam den Angaben zufolge nach kurzer Zeit auf dem Revier der Bundespolizei am Hauptbahnhof aus "Gründen der Verhältnismäßigkeit" wieder frei, da er habe belegen können, einen dringenden OP-Termin zu haben, wie es hieß. Er soll sich nun wegen Verdachts auf gefährliche Körperverletzung und Beleidigung verantworten.
Zugbegleiter in Rheinland-Pfalz nach Attacke gestorben
In Rheinland-Pfalz war ein Bahnmitarbeiter nach einer Attacke während einer Ticketkontrolle gestorben. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei hatte ihn ein 26-Jähriger am Montagabend angegriffen, weil er ohne Fahrschein des Zuges verwiesen werden sollte. Der 36-jährige Bahnmitarbeiter erlag am Mittwoch im Krankenhaus seinen Verletzungen.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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