
Immer wieder brechen in der Gohrischheide an der Landesgrenze von Sachsen und Brandenburg große Waldbrände aus. Das jetzige, mehr als 2000 Hektar große Naturschutzgebiet wurde seit der Kaiserzeit militärisch genutzt. Warum das im Brandfall ein großes Problem ist.
Munitionsbelastung erschwert Löscharbeiten massiv
Das Hauptproblem ist die im Boden liegende Altmunition aus der früheren Nutzung als Truppenübungsplatz. Sowohl während der Weltkriege als auch danach von der Sowjetarmee wurde das Gebiet militärisch genutzt. Brennt es, wird es gefährlich für die Feuerwehrleute. Die Einsatzkräfte können sich mit ihrer normalen Löschtechnik nur auf offiziell als munitionsfrei geltenden Wegen bewegen, wie Zeithains Bürgermeister Mirko Pollmer (parteilos) erläuterte. Deswegen kommen sie oft an die Brandherde gar nicht nah heran.
Wiederkehrende Großbrände
Die Gohrischheide liegt nördlichen Sachsen. Diese Region gilt generell als besonders brandanfällig. Im Norden des Freistaates gibt es laut Sachsenforst einen hohen Anteil von Kiefern in den Wäldern. Deren vertrocknete Nadeln können sich leicht entzünden. Wegen der Waldschäden und vorheriger Bände gibt es in der Gohrischheide außerdem laut Bürgermeister Pollmer viel Totholz. Auf früheren Brandflächen hat sich eine Art Buschlandschaft mit hohem Gras gebildet. Deswegen sei die Brandlast sehr hoch.
Warum die Munition nicht entfernt wird
2025 war in der Gohrischheide der nach Einschätzung der Forstverwaltung größte Waldbrand seit Jahrzehnten in Sachsen ausgebrochen. Danach wurden politische Forderungen laut, das Naturschutzgebiet von der Altmunition zu befreien. Das Umweltministerium hatte zuletzt erklärt, einzelne Flächen von Munition befreien zu wollen. Eine vollständige Räumung des rund 2.000 Hektar großen Gebiets lehnte Umweltminister Georg-Ludwig von Breitenbuch (CDU) aus Kostengründen ab. Die Räumung eines Hektars kostet etwa eine Million Euro.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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