
Wegen Hitze, Trockenheit und Niedrigwasser in den Bächen und Flüssen verhängt die Landeshauptstadt Dresden ein Wasserentnahmeverbot. Die Untere Wasserbehörde hat das Verbot einer Mitteilung der Stadt zufolge vom gestrigen Mittwoch an verhängt. Bis Ende Oktober dürfen Eigentümer und Anlieger nach derzeitigem Stand deshalb kein Wasser aus den "oberirdischen Gewässern" der Stadt entnehmen.
Das Verbot gelte gleichermaßen für große Gewässer wie die Weißeritz und die Prießnitz als auch für kleinere Bachläufe. Untersagt ist auch das "Schöpfen mit Handgefäßen". Die "extrem niedrigen Wasserstände werden nach den derzeitigen Wetterprognosen auch in den kommenden Wochen nicht durch Niederschläge ausgeglichen werden können", heißt es weiter. "Um den Naturhaushalt zu schützen", sei die Entscheidung deshalb getroffen worden, sagte René Herold, Umweltamtsleiter der Stadt.
Trinkwasserversorgung trotz hohem erwarteten Verbrauch sicher
Bei Missachtung des Verbots droht ein Bußgeld in Höhe von mindestens 50 Euro, teilt die Stadt weiter mit. Nicht betroffen von dem Verbot sind diejenigen, die eine wasserrechtliche Erlaubnis besitzen. Auch das Grundwasser dürfe aktuell weiter genutzt werden. "Die Grundwasserstände an den Dresdner Messstellen liegen derzeit allerdings weit unter dem langjährigen Monatsmittel und damit an der unteren Grenze des normalen Schwankungsbereichs."
Sorgen ums Trinkwasser sind nach Angaben des Versorgers Sachsen Energie allerdings unbegründet. Trotz erwarteter hoher Verbrauchsmengen von bis zu 160.000 Kubikmetern am Tag sei die Versorgung gesichert. Das liege an den "vielfältigen Wasserquellen", aus denen sich die Dresdner Trinkwasserversorgung speise. Rund 60 Prozent davon kommen laut Sachsen Energie "aus dem Talsperrensystem Klingenberg/Lehnmühle im Osterzgebirge", weitere 40 Prozent stammen aus Uferfiltrat der Elbe und Grundwasser.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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