
Die Zukunft des wohl bekanntesten Bodenseefisches steht auf der Kippe: Vertreter der Anrainerstaaten wollen heute darüber entscheiden, ob Felchen nach drei Jahren wieder gefischt werden dürfen. Ab 2027 könnte der Traditionsfisch wieder auf Speisekarten und Tellern landen.
Das Fangverbot für Felchen war 2024 im Großteil des Bodensees in Kraft getreten, nachdem die Bestände innerhalb weniger Jahre dramatisch eingebrochen waren. Inzwischen gibt es Hinweise auf eine erste Erholung der Population.
Signale deuten in eine Richtung
Bei der Jahrestagung der Internationalen Bevollmächtigtenkonferenz für die Bodenseefischerei (IBKF) im bayerischen Wasserburg beraten Vertreter aus dem Freistaat, Baden-Württemberg, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein seit Mittwoch über das weitere Vorgehen. Einen Beschluss wollen sie heute fassen.
Baden-Württemberg hatte bereits signalisiert, eine Wiederaufnahme des Fangs zu unterstützen. "Es sollte den Fischern am Bodensee wieder ermöglicht werden, in gewissem Umfang Felchen zu fischen", teilte das Landwirtschaftsministerium in der vergangenen Woche mit.
Voraussetzung sei, dass die positive Entwicklung der Bestände nicht gefährdet werde. Auch Bayern betonte zuletzt die Bedeutung der traditionellen Berufsfischerei am Bodensee. Etwa 49 Berufsfischer gibt es noch rund um den See.
Zu früh für Lockerungen?
Wie weit mögliche Lockerungen gehen könnten, ist offen. Eine Rückkehr zu den früheren Fangregeln gilt als eher unwahrscheinlich. Diskutiert werden stattdessen strengere Vorgaben wie größere Maschenweiten, weniger Netze oder weniger Fangtage. Die Entscheidung muss einstimmig fallen.
Felchen gelten als wichtigste traditionelle Fischart des Bodensees und sind für viele Berufsfischer von zentraler wirtschaftlicher Bedeutung. Fressfeinde wie der Stichling und zu wenig Nahrung hatten den Felchen vor der Schonung zu schaffen gemacht. Forscher empfehlen, der positiven Entwicklung weiter Zeit zu geben, damit sich die Bestände erholen könnten.
281372
Weitere aktuelle Nachrichten aus dem Ressort "Panorama":
- Wetter in Rheinland-Pfalz, Deutschland: "Jetzt passen sie auf" - Erschöpfung und Hoffnung im Ahrtal
- Flutkatastrophe im Jahr 2021: "Jetzt passen sie auf" - Erschöpfung und Hoffnung im Ahrtal
- Wetter in Hessen: Fünf Freizeittipps in Hessen für heiße Sommertage
- Blankenburg: Zwei Verletzte bei Brand in Harzklinikum
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
NEUESTE BEITRÄGE
- 1
SC Freiburg News: Werder genervt: Mit Thioune noch tiefer in der Krise08.02.2026 - 2
Meghan Markle: "Was für eine Art, eine gute Show zu ruinieren!" TV-Auftritt sorgt für Empörung15.04.2026 - 3
ATP Tennis in Miami Ergebnis: Yunchaokete Bu dominizert Tristan Schoolkate16.03.2026 - 4
NFL 2026: Historisches Debakel - Buffalo Bills fegt über New York Jets hinweg05.01.2026 - 5
Bahn: Oberleitung fällt auf ICE: Reparatur dauert an12.04.2026
Ähnliche Artikel
Bahn: Sicherheitsgipfel: Bahn kündigt weitere Schutzmaßnahmen an13.02.2026
NFL live: Cleveland Browns gegen Pittsburgh Steelers im Livestream25.12.2025
Eintracht Frankfurt News: Riera-Debüt: Frankfurt holt Punkt bei Union06.02.2026
Tiere: Rettungsaktion für Wal hat begonnen16.04.2026
Großeinsatz: Mann löst Großeinsatz in Bankfiliale bei Neuss aus09.04.2026
WTA Tennis in Indian wells Ergebniss: Madison Keys gewinnt gegen Diane Parry09.03.2026
Fußball-WM: Nagelsmann arbeitet an Standards als WM-Überraschungseffekt30.03.2026
Eilmeldung: Rennfahrer-Ikone Hans Herrmann mit 97 Jahren gestorben09.01.2026
Champions League: Vorbereiter und Vollstrecker: BVB feiert traurigen Guirassy18.02.2026
Tennis News: Zverev in Melbourne souverän im Viertelfinale25.01.2026













