
Im Hafen von Wismar ist erneut ein Wal aufgetaucht. "Das Tier wurde der Wasserschutzpolizeiinspektion Wismar gegen 9 Uhr durch das Hafenamt Wismar gemeldet und wird seitdem beobachtet", teilte das Schweriner Umweltministerium mit. Um welche Walart es sich handelt, könne bislang nicht abschließend gesagt werden. Auch die Größe lasse sich bislang nur schätzen. "Nach ersten Beobachtungen ist der Wal etwa acht Meter lang."
Anfang März war der später als "Timmy" bekanntgewordene Buckelwal im Hafen von Wismar aufgetaucht. Sein anschließendes Schicksal samt aufwendiger Rettungsversuche hatten international Aufsehen erregt.
Danach war Mitte Juli erneut ein großer Wal vor der schleswig-holsteinischen Küste gesehen worden, etwa vor Heiligenhafen. Und am vorigen Freitag hatte das schleswig-holsteinische Umweltministerium die Sichtung eines Buckelwals in der Flensburger Förde bestätigt. Dabei handelte es sich den Angaben zufolge vermutlich um ein Tier, das zuvor bereits in Schottland, Dänemark und in der Kieler Förde beobachtet worden war. Offen blieb aber, ob es dasselbe Tier war wie bei Heiligenhafen.
Unklar, ob schon zuvor gesichteter Wal
Ob es sich bei dem nun in Wismar gesichteten Wal um ein schon zuvor gesichtetes Tier handelt, könne man bislang nicht sagen, sagte eine Sprecherin des Deutschen Meeresmuseums. Man beobachte die Lage.
Nach Angaben des Schweriner Umweltministeriums wirkte der Wal bisherigen Erkenntnissen zufolge vital. "Er taucht regelmäßig auf und wieder ab." Die Wasserschutzpolizei sei im Einsatz. "Ziel aller Maßnahmen ist es, dem Tier einen störungsarmen Rückweg in tiefere Gewässer zu ermöglichen und eine Strandung oder andere Gefährdungen des Tieres zu verhindern." Sportbootführer und Wassersportler seien gebeten, Kontakt mit dem Tier zu vermeiden und größtmöglichen Abstand zu halten.
Große Aufmerksamkeit für "Timmy"
Am 3. März war ein später als Buckelwal identifizierter Großwal in Wismar aufgetaucht. Er war später mehrmals gestrandet, etwa vor Timmendorfer Strand und später vor der Insel Poel. In einer umstrittenen Aktion hatte eine Privatinitiative den von vielen Menschen "Timmy" genannten Wal Ende April zunächst mit einer Art Lastkahn geborgen und Anfang Mai in der Nordsee freigelassen.
Mitte Mai wurde dann vor der dänischen Insel Anholt ein toter Wal entdeckt, der anhand eines am Tier befestigten Senders als der zuvor in Deutschland gestrandete Buckelwal identifiziert wurde.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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