
Nach drei Jahrzehnten im Zoo Schwerin ist die Braunbärin Lena gestorben. Das 33 Jahre alte Tier wurde wegen schwerer altersbedingter Leiden eingeschläfert, wie der Zoo mitteilte. Lena gehörte zu den ältesten bekannten Braunbären in menschlicher Obhut in Europa und war für viele Besucher eines der bekanntesten Tiere des Zoos.
Die 1993 im Tierpark München geborene Bärin lebte seit 1996 gemeinsam mit ihrer Artgenossin Magda in Schwerin. Noch im Frühjahr hatte sich das Pflegerteam darüber gefreut, dass beide Bärinnen ihrem Alter entsprechend gut aus der Winterruhe gekommen waren. Doch Lenas Gesundheitszustand verschlechterte sich in den vergangenen Wochen deutlich.
Mehrere Schlaganfälle im hohen Alter
Bereits seit 2022 litt die Braunbärin immer wieder unter gesundheitlichen Problemen und hatte mehrere Schlaganfälle. Dank intensiver tierärztlicher Betreuung und einer medikamentösen Behandlung erholte sie sich jedes Mal. Vor rund zwei Wochen zeigte sie jedoch deutliche Ausfallerscheinungen: Sie war orientierungslos, fraß kaum noch, lief unsicher und verhielt sich gegenüber ihrer langjährigen Gefährtin Magda ungewohnt aggressiv. Trotz einer angepassten Behandlung besserte sich ihr Zustand nicht mehr.
Gemeinsam mit dem zuständigen Veterinäramt entschied der Zoo deshalb im Rahmen einer Ethikkommission, die Bärin von ihrem Leiden zu erlösen. Zoodirektor Dr. Tim Schikora sprach von einem schmerzlichen Abschied für das gesamte Team. Vor allem die Tierpfleger, die Lena über viele Jahre täglich begleitet hätten, seien von der Entscheidung getroffen. Aus medizinischer Sicht habe es jedoch keine Aussicht mehr auf Besserung gegeben.
Magda bleibt allein zurück
Die ebenfalls 33 Jahre alte Braunbärin Magda bleibt nun allein auf der Anlage. Sie gilt derzeit als gesund. Einen weiteren Bären wird der Zoo wegen ihres hohen Alters wohl erst einmal nicht mehr aufnehmen, wie er mitteilte. Die durchschnittliche Lebenserwartung von Braunbären liegt bei etwa 30 Jahren.
Mit Lena verliert der Zoo eines seiner ältesten Tiere. Gemeinsam mit Magda war sie Teil des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EAZA Ex situ-Programm, kurz EEP) und über viele Jahre eine Botschafterin für ihre in Deutschland längst ausgestorbene Art.
Weitere aktuelle Nachrichten aus dem Ressort "Panorama":
- Notfälle: Kleinflugzeug offenbar gegen Hochhaus in Peking geprallt
- Caracas: Sorge um Vater nach Erdbeben - "Er ist total unter Schock"
- Wetter in Berlin: Starke Hitze: Polizei erhöht Präsenz in der Stadt
- Mönchengladbach: Dachstuhlbrand in Mönchengladbach - Haus unbewohnbar
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
NEUESTE BEITRÄGE
- 1
Wetter in Brandenburg: Verband: Wasser in Brandenburg wird noch nicht knapp24.06.2026 - 2
Marrakech Open: Marco Trungelliti entscheidet das Duell souverän gegen Hynek Barton29.03.2026 - 3
Donald Trump News: Sportsoziologe zu Balogun-Fall: Trump-Einmischung "unerhört"08.07.2026 - 4
Siegen: Polizisten an Wohnungstür mit Pfefferspray attackiert19.06.2026 - 5
Booker Coplin: BBL-Statistiken, Steckbrief und aktuelle Zahlen20.05.2026
Ähnliche Artikel
NBA Liveticker: Charlotte Hornets vs. Memphis Grizzlies Live-Ergebnisse und Spielstand22.03.2026
Kriminalität: Sicherheit im Zug – um welche Maßnahmen es geht26.03.2026
Basketball-WM der Frauen: US-Basketballerinnen mit knappem Sieg gegen Italien06.09.2026
Katja Streso privat im Steckbrief: Darüber schweigt die ZDF-Moderatorin19.01.2026
Hamburg: St. Paulis neuer Trainer Rapp: In den Top 25 etablieren08.06.2026
Notfall: Schock in Modena: Auto rast in Fußgänger - mehrere Verletzte17.05.2026
Rostock: Wie wurde Fabian aufgefunden? Erstermittler als Zeuge02.06.2026
Michael Schumacher: Wettschulden bis heute - Reporter enthüllt kuriose Schumi-Anekdote02.06.2026
Fußball-WM: Bayern-Star kämpft um Einsatz im WM-Viertelfinale08.07.2026
Tennis News: "Waffen nicht gefunden": Frühes Aus für Alcaraz in Miami23.03.2026













