Olympia 2026: Sorgen vor den Winterspielen - droht Deutschland ein Fiasko?
Olympia 2026: Sorgen vor den Winterspielen - droht Deutschland ein Fiasko?
  • Deutschland droht bei den Olympischen Winterspielen 2026 ein historisch schlechtes Abschneiden
  • Zuletzt gezeigte Leistungen in Sportarten wie Biathlon, Skispringen und Ski alpin machen Sorgen
  • Favoriten und Favoritinnen auf Gold fehlen

Es sind nur noch wenige Wochen bis zu den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo. Deutschland hofft erneut auf ein gutes Abschneiden im Medaillenspiegel. Bei den letzten beiden Winterspielen landete man jeweils auf Platz 2 hinter Norwegen. Doch kann dieses Ergebnis wirklich noch einmal wiederholt werden? Aktuell gibt es daran große Zweifel.

Olympische Spiele 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo: Deutschland könnte im Skispringen und Bitahlon ohne Medaille bleiben

Besonders die Sportarten, die beim Publikum generell auf das größte Interesse stoßen, machen Sorgen. Im Biathlon-Weltcup gab es für das deutsche Team bislang lediglich einen Einzel-Podestplatz durch Philipp Horn. Die amtierende Gesamtweltcup-Siegerin Franziska Preuß wurde zu Beginn der Saison durch eine Krankheit gestoppt. Noch ist unklar, in welcher Form sie sich in den letzten Wettkämpfen vor Olympia präsentieren wird.

Auch im Skispringen hatten die DSV-Adler bei der Vierschanzentournee zuletzt meist einen großen Abstand auf die Top-Leute. Die deutschen Skispringerinnen warteten zu Beginn der Saison lange auf das erste Podium. Zum Jahreswechsel machten jedoch mehrere Spitzenplatzierungen von Selina Freitag Hoffnung. Klare Favoriten für Gold auf der Schanze bei Olympia sind der Slowene Domen Prevc und seine Schwester Nika Prevc. Dass Deutschland bei den Spielen sowohl im Biathlon als auch im Skispringen komplett ohne Einzelmedaille bleibt, ist aktuell leider ein realistisches Szenario. Die größte Chance auf Edelmetall gibt es in den Teamwettbewerben.

Retten die alpinen Skirennläuferinnen um Emma Aicher und Lena Dürr den DSV vor einem Fiasko?

Bei den alpinen Skirennläufer konnte Slalom-Hoffnung Linus Straßer in dieser Saison ebenfalls noch keine überzeugenden Ergebnisse liefern. In den Speed-Disziplinen gibt es wohl gar keinen Deutschen, der um Medaillen mitfahren kann. Deutlich optimistischer blickt man hingegen auf die alpinen Skirennläuferinnen. Emma Aicher, Slalom-Spezialistin Lena Dürr und Speed-Ass Kira Weidle-Winkelmann sind allesamt Medaillenkandidatinnen, wenn sie bis zu den Olympischen Winterspielen unverletzt bleiben. Dennoch gilt: Ein Ausscheiden in Abfahrt, Slalom und Co. ist immer möglich. Top-Kandidatinnen auf Gold sind auch bei den Frauen andere: zum Beispiel US-Skistar Mikaela Shiffrin oder die Neuseeländerin Alice Robinson.

Deutschland droht schlechtes Ergebnis im Medaillenspiegel bei Olympia 2026

Selbst wenn es ein Desaster im Biathlon, Skispringen und Ski alpin geben sollte,droht Deutschland kein komplettes Fiasko bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina d'Ampezzo nicht. Denn Medaillen in anderen Sportarten wie Rodeln oder Bob sind so gut wie sicher.

Das schlechteste Ergebnis seit 2014 in Vancouver (damals Platz 6 im Medaillenspiegel) ist im Bereich des Möglichen, weil Gold-Kandidaten und Gold-Kandidatinnen in Sportarten fehlen, in denen viele Entscheidungen fallen. Drücken wir die Daumen, dass es anders kommt.

Auch diese Wintersport-News könnten Sie interessieren:

Diesen Artikel teilen