
Die polnische Skispringerin Pola Beltowska ist nach dem vorzeitigen Ausscheiden ihres Teams im olympischen Mixed-Wettbewerb massiv in sozialen Netzwerken angefeindet worden. Die 19 Jahre alte Olympia-Debütantin war als erste Springerin ihres Teams mit 82 Metern die Schwächste in ihrer Gruppe gewesen, Polen verpasste den Einzug in den zweiten Durchgang.
"Ich hatte Angst vor diesem Sprung. Ich wollte nicht enttäuschen"
"Ich lese keine Kommentare im Netz, aber ich bekomme solche Privatnachrichten, dass es einfach ungeheuerlich ist. Das ist so ein Hass, ich hätte nicht erwartet, dass Menschen so viel Hass gegen mich hegen können. Ich mache das nicht mit Absicht, aber ich werde von oben bis unten fertiggemacht", sagte Beltowska zu polnischen Medien.
Die junge Springerin nahm die Schuld für das Ausscheiden der Polen auf sich. "Mir ist bewusst, dass mein Sprung uns den Platz im zweiten Durchgang gekostet hat. Ich hatte Angst vor diesem Sprung. Ich wollte nicht enttäuschen, aber es hat nicht geklappt", sagte sie.
Verband verurteilt Hasskommentare: "Überschreitet alle Grenzen"
Die Beschimpfungen waren wohl so derart massiv, dass sich der polnische Skiverband am Dienstagabend zu einer Stellungnahme genötigt sah. "Wir billigen den verwerflichen Hass gegen Pola Beltowska nicht und werden ihn niemals billigen. Was wir hier erleben, überschreitet alle Grenzen der Sportkritik. Es handelt sich um einen persönlichen Angriff, der nicht nur der Sportlerin, sondern auch ihren Angehörigen Leid zufügt", hieß es in dem Statement.
Der Verband stehe hinter all seinen Athleten: "Wir unterstützen sie nicht nur im Triumph, sondern insbesondere dann, wenn sie Zielscheibe rücksichtsloser Angriffe werden."
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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