
Nach dem spektakulären Bank-Einbruch in Gelsenkirchen weist Sparkassenchef Michael Klotz Kritik an der Sicherheitstechnik in der Filiale zurück. "Die Filiale mit dem Schließfachraum war nach dem anerkannten Stand der Technik gesichert", sagte Klotz in einer Mitteilung. "Den Einbrechern ist es gleichwohl gelungen, mehrere voneinander unabhängige Sicherungen zu überwinden. Wie das möglich war, ist derzeit Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen."
Zu einzelnen Sicherungsmaßnahmen dürfe er sich nicht äußern, ergänzte Klotz in einem Interview der "WAZ". Nur soviel: "Wir haben in den letzten zwei Jahren die Alarm- und Brandmeldetechnik erneuern lassen." Die Technik werde laufend verbessert. "Es war schon immer ein Wettlauf zwischen Sicherungstechnik und Kriminellen", sagte er.
Keine Sorge vor hohen Schadenersatzforderungen
Die Zukunft der Sparkasse Gelsenkirchen sieht der Vorstandschef durch die Schäden bei dem Einbruch nach eigenen Worten auf keinen Fall bedroht. "Die Verträge sehen eine Absicherung pro Schließfach von bis zu 10.300 Euro vor. Niemand muss sich Sorgen machen, dass die Sparkasse ins Wanken geraten könnte", sagte er der "WAZ".
Opferanwälte haben allerdings angekündigt, dass sie die Bank bei Sicherheitsversäumnissen auf sehr viel höhere Schadenersatzsummen pro Schließfach verklagen wollen.
Täter kamen durch großes Loch in der Wand
Ende Dezember hatten sich bislang unbekannte Täter über ein Parkhaus Zutritt zu der Bank verschafft und ein großes Loch in eine Wand gebohrt, um in den Tresorraum zu gelangen. Fast alle 3.250 Kundenschließfächer der Sparkassen-Filiale im Stadtteil Buer wurden aufgebrochen.
Der Schaden wird noch ermittelt. Eine erste Schätzung der Polizei ging von einem mittleren zweistelligen Millionenbereich aus, inzwischen halten Ermittler aber auch einen Schaden im dreistelligen Millionenbereich für realistisch.
Man sei im Moment an sieben Tagen in der Woche damit beschäftigt, die von den Tätern zurückgelassenen Gegenstände zu sichten und sie den Kunden zuzuordnen, sagte Klotz der "WAZ". "Das ist ein riesiger Berg, der jetzt gemeinsam mit der Polizei und notarieller Begleitung akribisch und mit größter Sorgfalt gesichtet und dokumentiert wird, damit die Kunden ihr Eigentum schnellstmöglich zurückbekommen können." Das werde aber noch längere Zeit in Anspruch nehmen.
Vorstandschef: Sparkasse ist selbst "Opfer der Straftat"
In seiner Mitteilung betonte Klotz, dass neben den Kunden auch die Sparkasse selbst durch den Einbruch geschädigt worden sei. Die Bank sei "Opfer der Straftat", betonte er. "Durch den Einbruch sind der Sparkasse Gelsenkirchen und unseren Kundinnen und Kunden erhebliche Schäden entstanden."
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
Weitere aktuelle News im Ressort "Panorama":
NEUESTE BEITRÄGE
- 1
Berlin: Was müssen Fans zum Public Viewing bei der XXL-WM wissen?09.06.2026 - 2
ATP Tennis in Santiago Ergebniss: Yannick Hanfmann gewinnt gegen Vilius Gaubas27.02.2026 - 3
Keith Braxton JR: BBL-Statistiken, Steckbrief und aktuelle Zahlen20.05.2026 - 4
NBA Liveticker: Dallas Mavericks vs. Los Angeles Lakers Live-Ergebnisse und Spielstand06.04.2026 - 5
WTA Tennis The Championships, Wimbledon: Leolia Jeanjean gewinnt gegen Xiaodi You23.06.2026
Ähnliche Artikel
Fußball-WM: Spaniens Cucurella: Der Mensch unter der Mähne16.07.2026
News des Tages am 17. März 2026: Was passiert heute in Deutschland und der Welt?17.03.2026
Frost-Schock im Mai 2026: Kommen die Eisheiligen früher als gedacht?16.04.2026
Grafenau: Handy bestellt - Betrüger schickt Werkzeug und Dankesnotiz15.06.2026
Dresden: Dynamo verpflichtet Wagner fest und holt zwei Spieler23.06.2026
Fußball News: Erst 1.000 Tore - vorher will Ronaldo nicht zurücktreten29.12.2025
Wimbledon News: Sinner macht Wimbledon-Endspiel gegen Zverev perfekt10.07.2026
Wimbledon Liveticker: Joao Fonseca - Roberto Bautista Agut29.06.2026
Geneva Open: Learner Tien besiegt Alexander Bublik22.05.2026
Klirrende Kälte im Januar: Absturz auf minus 20 Grad - Meteorologen warnen vor "Eistagen"05.01.2026














