
Welche Vögel zwitschern jetzt im Mai im Garten oder Park? Dafür interessieren sich der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) und der bayerische Naturschutzverband LBV - und bitten die Bevölkerung um Mithilfe. Bei der "Stunde der Gartenvögel" vom 8. bis 10. Mai sollen eine Stunde lang die gefiederten Gäste vor der Haustür gezählt werden.
Im Fokus der Mitmachaktion stehen nach Angaben der Naturschutzverbände häufige Vogelarten wie Spatzen, Meisen, Amseln oder Rotkehlchen. Ein besonderes Augenmerk liege in diesem Jahr auf den Finken, erklärte Nabu-Experte Martin Rümmler. "Uns wurden in den vergangenen Monaten regional wiederholt tote Buchfinken, Gimpel und Stieglitze gemeldet." Da sie meist an Futterstellen gefunden worden seien, könne es sein, dass sich Parasiten ausbreiten, die vor allem für Finken tödlich sind.
Was bringt die Mitmachaktion?
Die Fachleute möchten mit Hilfe der Zählaktion herausfinden, ob weniger Finken gesichtet werden. Darüber hinaus erhoffen sie sich Erkenntnisse über aktuelle Entwicklungen bei den Vögeln in unseren Siedlungen. Im Gegensatz zu den offiziellen Bestandstrends handelt es sich um eine Momentaufnahme, verschiedene Faktoren wie das Wetter können die Ergebnisse verzerren.
In diesem Jahr veranstalten Nabu und LBV die "Stunde der Gartenvögel" bereits zum 22. Mal. Vergangenes Jahr beteiligten sich demnach rund 58.000 Menschen bundesweit, die 1,1 Millionen Vögel meldeten.
Wie kann man teilnehmen?
Wer bei der "Stunde der Gartenvögel" mitmachen möchte, beobachtet in dem Zählzeitraum eine Stunde lang die Vögel vor seiner Haustür. Die jeweils höchste Anzahl einer Art, die man zeitgleich sehen kann, wird dann über die Projekthomepage oder über die per App "Nabu Vogelwelt" gemeldet. Dem LBV kann man die Beobachtungen auch per Fax oder Post schicken. Meldeschluss ist der 18. Mai.
Man könne auch Vögel melden, die man nicht sehe, aber höre, ergänzte LBV-Biologin Angelika Nelson. Denn oft seien Vögel im dichten Blätterwerk von Bäumen und Sträuchern verborgen. Apps mit Künstlicher Intelligenz könnten bei der Bestimmung der Vogelstimmen hilfreich sein, sagte die Expertin. "Trotzdem sollte man die vorgeschlagenen Ergebnisse immer kritisch hinterfragen und am besten mit einer Beobachtung der jeweiligen Art absichern."
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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