
Die bayerischen Behörden haben in jüngerer Zeit mehrere Pläne von Teenagern für Terroranschläge vereitelt. Wie viele es waren und welche Ziele sie hatten, teilte die Generalstaatsanwaltschaft München nicht mit. Einige der Pläne seien noch sehr im Anfangsstadium gewesen - aber nicht alle.
"Wir haben viele Verfahren mit jugendlichen Tätern, mit steigender Tendenz", sagte der kommissarische Leiter der bayerischen Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET), Achim von Engel. Er nannte die Entwicklung "sehr besorgniserregend".
"Werde ich jetzt berühmt?"
2024 war seinen Angaben zufolge europaweit schon fast jeder dritte Tatverdächtige im Bereich Terrorismus und Extremismus jünger als 20 Jahre. Ein Motiv sei dabei der Wunsch nach Ruhm: "Werde ich jetzt berühmt?", sei eine nicht seltene Frage, wenn Tatverdächtige aufgegriffen werden.
Als Beispiele für umgesetzte Pläne von Jugendlichen und Heranwachsenden nennt die Generalstaatsanwaltschaft den Anschlag eines 18-jährigen Österreichers auf das israelische Generalkonsulat in München im September 2024, die mutmaßliche rassistisch motivierte Hammerattacke eines 15-Jährigen auf ehemalige Mitschüler an der Mittelschule in Friedberg sowie die Schüsse eines 21 Jahre alten Mannes an einer Bundesstraße in der Nähe von Dillingen an der Donau, die einen mutmaßlich islamistischen Hintergrund haben.
Besorgt zeigen sich die Ermittler auch von der Geschwindigkeit, mit der eine meist in Online-Foren angebahnte Radikalisierung in konkrete Pläne und auch Vorbereitungen mündet. Der Politikwissenschaftler Robert Philippsberg, Referent an der ZET, spricht einer "Turbo-Radikalisierung" innerhalb von Monaten oder sogar nur Wochen.
Rekrutiert der russische Geheimdienst "Wegwerf-Agenten"?
Meist stünden bei im Internet radikalisierten Tätern islamistische Motive dahinter, aber auch rechtsradikale Ideologien - und in einigen Fällen vermuten die Ermittler den russischen Geheimdienst auf der Suche nach "Wegwerf-Agenten". In diesen Fällen wüssten die manchmal erst 14-, 15- oder 16-jährigen, meist männlichen Jugendlichen wahrscheinlich gar nicht, wer sie da instrumentalisiere.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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