
Immer mehr deutsche Unternehmen, Verwaltungen und Organisationen erleben Ransomware-Attacken. Wie aus dem aktuellen Bundeslagebild Cybercrime hervorgeht, sinkt jedoch die Bereitschaft der Geschädigten, Lösegeld an die Kriminellen zu zahlen, die ihre Daten verschlüsselt haben. Im vergangenen Jahr wurden laut Bundeskriminalamt (BKA) bundesweit 1.041 Fälle von Ransomware-Angriffen und anderen Formen von mit Erpressung verbundenem Datendiebstahl angezeigt. Im Jahr zuvor waren 950 dieser schweren Cyberstraftaten zur Anzeige gebracht worden.
Ransomware-Attacken haben in der Vergangenheit schon Krankenhäuser, Kommunalverwaltungen und Verkehrsbetriebe vorübergehend lahmgelegt. Größere Einrichtungen, die zur sogenannten kritischen Infrastruktur gehören, sind inzwischen gesetzlich verpflichtet, Maßnahmen zu ergreifen, um Cyberangriffe zu vermeiden. Im Falle eines erfolgreichen Hackerangriffs müssen sie den Vorfall an das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) melden. Rund 90 Prozent der Angriffe richteten sich im vergangenen Jahr gegen kleine und mittlere Unternehmen.
Zahlungsbereitschaft der Opfer sinkt - Höheres Lösegeld
Nur sieben Prozent der von Ransomware-Attacken Betroffenen zahlten 2025 nach eigenen Angaben Lösegeld, nach neun Prozent im Jahr zuvor. Bei den Geschädigten, die sich dafür entschieden, den Forderungen der Kriminellen nachzugeben, lag die gezahlte Lösegeldsumme laut BKA bei durchschnittlich rund 456.300 US-Dollar (rund 387.000 Euro) und damit deutlich höher als im Jahr zuvor (276.615 Dollar).
Einen Anstieg beobachtet die Polizei auch bei sogenannten DDoS-Angriffen, bei denen eine Website oder ein Online-Dienst mit so vielen Anfragen überflutet wird, dass er für normale Nutzer nicht mehr erreichbar ist. Attacken sogenannter Hacktivisten, die IT-Systeme aus politischen Gründen lahmlegen, stiegen im vergangenen Jahr den Angaben zufolge um 224 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, was vor allem mit der deutschen Unterstützung für die Verteidigung der Ukraine gegen den russischen Angriffskrieg in Zusammenhang gebracht wird.
Die Cybercrime-Zahlen zeigen seit Jahren einen kontinuierlichen Anstieg, insbesondere bei Straftaten aus dem Ausland. Im Jahr 2024 sank die Zahl der Fälle mit mutmaßlichen Tätern im Inland leicht von rund 134.000 auf etwa 131.000 Fälle. Gleichzeitig stieg die Zahl der aus dem Ausland verübten Taten von rund 190.000 auf knapp 202.000 Fälle. Im Jahr 2025 wurden insgesamt knapp 334.000 Cybercrime-Delikte polizeibekannt. In rund 126.000 Fällen wurde der Täter beziehungsweise die Tätergruppe in Deutschland verortet.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
Weitere aktuelle News im Ressort "Panorama":
NEUESTE BEITRÄGE
- 1
Olympia 2026: Sicherheitspanne im olympischen Dorf05.02.2026 - 2
WTA Tennis VANDA Pharmaceuticals Berlin Tennis Open: Elina Svitolina erringt einen klaren Sieg über Anna Kalinskaya16.06.2026 - 3
Olympia 2026: Von Kufe getroffen: Polin erfolgreich operiert21.02.2026 - 4
Kriminalität: Nach Messerattacke in Solingen: Verdächtiger in U-Haft02.04.2026 - 5
Fußball-WM: Experten nach Finale einig: "Fußball hat gewonnen"20.07.2026
Ähnliche Artikel
Bahn: Alkoholverbot in Teilen Frankreichs wegen Hitzewelle21.06.2026
Fußball-WM: Gegenpol der USA: Wie sich Kanada als WM-Gastgeber gibt03.07.2026
WTA Tennis in Antalya Ergebniss: Anhelina Kalinina gewinnt gegen Elina Avanesyan05.03.2026
Wolodymyr Selenskyj privat: So sehr hat der Ukraine-Krieg den Präsidenten verändert15.12.2025
NBA Liveticker: Utah Jazz vs. Minnesota Timberwolves der Ticker mit allen Punkten21.01.2026
Kriminalität: Wegen Vergewaltigung verurteilt: Mann nach Justizpanne frei11.02.2026
Markus Othmer privat: So lebt der ARD-Sportmoderator abseits der TV-Kameras23.01.2026
Tennis News: Hanfmann folgt Zverev in Melbourne in Runde zwei18.01.2026
Hamburger SV News: Hrubesch wird 75: Polzin will für HSV-Legende singen17.04.2026
Brände: Waldbrand in Utah breitet sich aus24.06.2026











