
Im Prozess um die Entführung ihrer beiden jüngsten Kinder hat Christina Block bestritten, die Rückholaktion in der Silvesternacht 2023/24 finanziert zu haben. Sie habe im Oktober 2023 zwar 75.000 Euro von ihrem Konto abgehoben, aber das Geld sei für eine Verhandlungslösung bestimmt gewesen.
"Eine Verhandlungslösung war für mich noch längst nicht vom Tisch", sagte die Hamburger Unternehmerin über den Streit mit ihrem in Dänemark lebenden Ex-Mann Stephan Hensel. Dieser hatte die Kinder nach einem Wochenendbesuch im August 2021 nicht zur Mutter zurückgebracht.
Block berichtete, später habe sie erfahren, dass auch ihre Mutter Christa Block 60.000 Euro an den Anwalt der Familie überwiesen und weitere 120.000 Euro in bar abgehoben habe. Das habe sie aber erst im Jahr 2024 bei Durchsicht von Kontoauszügen ihrer Mutter gesehen. Christa Block war im Juli des Vorjahres gestorben. Wozu das Geld bestimmt gewesen sei, wisse sie nicht. "Sie hat mir davon nichts berichtet."
Lange Erklärung von Christina Block
Christina Block hatte bereits am Dienstag mit der Verlesung einer Erklärung begonnen, in der sie Stellung zu umfangreichen Akten nimmt, die das Gericht den Prozessbeteiligten zur Kenntnis gegeben hat. Teilweise widersprechen diese Blocks detaillierter Aussage, die sie zu Beginn des Prozesses im Juli 2025 gemacht hatte.
Block ist angeklagt, eine israelische Sicherheitsfirma damit beauftragt zu haben, ihren damals 10-jährigen Sohn und die 13 Jahre alte Tochter vom Wohnort des Vaters in Dänemark nach Deutschland zu entführen. Die Tochter des Gründers der Steakhaus-Kette "Block House", Eugen Block, beteuert ihre Unschuld.
Insgesamt gibt es in dem Prozess, der schon länger als ein Jahr läuft, sieben Angeklagte. Nur ein 37-Jähriger aus Israel hat die Vorwürfe eingeräumt. Für alle Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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