Die Generalstaatsanwaltschaft Oldenburg hat Anklage gegen drei mutmaßliche Drogenhändler erhoben, die mit Betäubungsmitteln im Wert von mehr als 1,6 Millionen Euro im Darknet gehandelt haben sollen. Unter den Angeschuldigten sei ein Zollbeamter, teilte die Zentralstelle Cybercrime Niedersachsen der Generalstaatsanwaltschaft mit. Die drei mutmaßlichen Haupttäter - der Zollbeamte und zwei Komplizen - sitzen in Untersuchungshaft.
Amphetamin, Kokain, Ecstasy und Cannabis
Den Männern im Alter zwischen 33 und 35 Jahren wird vorgeworfen, von Januar 2019 bis Juni 2026 von Oldenburg, Hamburg und Bad Zwischenahn aus mit Betäubungsmitteln wie Amphetamin, Kokain, Ecstasy und Cannabis gehandelt zu haben. Sie sollen die Ware im Darknet sowie über Messenger-Dienste gegen Kryptowährung oder per Zahlungsdienstleister verkauft haben. Die Bestellungen sollen unter anderem über Osnabrück an Abnehmer in ganz Deutschland verschickt worden sein.
Die Männer sollen nach Angaben der Zentralstelle Cybercrime arbeitsteilig vorgegangen sein: Der Zollbeamte soll die Drogen beschafft und in Bad Zwischenahn gebunkert haben. Sein Komplize soll sie verpackt und versandt haben, der Dritte im Bunde soll sich um die Bestellungen und Zahlungen gekümmert haben.
Dabei geholfen haben soll ihnen ein Polizeibeamter, der Lager für die Drogengeschäfte betrieben haben soll. Gegen ihn wird wegen des Verdachts der Beihilfe ermittelt. Das Verfahren sei abgetrennt worden, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft. Der Mann sei auch nicht in Haft.
Was die Ermittler sicherstellten
Anfang Juni war bekanntgeworden, dass Einsatzkräfte zehn Wohn- und Bürogebäude in Oldenburg, Bad Zwischenahn, Wilhelmshaven und Hamburg durchsucht hatten. Sie nahmen die drei Hauptverdächtigen fest und fanden kiloweise Cannabis und Amphetamin, mehrere Tausend Ecstasy-Tabletten sowie Geräte zu Herstellung und Verpackung von Betäubungsmitteln - sowie eine hohe fünfstellige Geldsumme, teure Uhren, diverse Unterlagen, Datenträger, Speichermedien und Kommunikationsmittel.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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