
Dynamo Dresden droht seinen Anhängern nach den Krawallen im Zweitliga-Spiel gegen Hertha BSC mit Stadionverboten und dem Entzug der Mitgliedschaft. "Wer derartige Verfehlungen vorweist, kann nicht länger Teil unserer Sportgemeinschaft sein", sagte Präsident Ronny Rehn. Man werde "beim Ehrenrat dafür plädieren, diesen Personen die Mitgliedschaft zu entziehen."
Bei diesem Schritt soll es nicht bleiben. "Für uns gibt es hierbei keinerlei Diskussionspotenzial – sobald Täter ermittelt werden, wird es neben der strafrechtlichen Verfolgung durch die Polizei auch ein striktes Verfahren für Stadionverbote von unserer Seite geben", sagte Geschäftsführer Stephan Zimmermann.
Erweitertes Sicherheitskonzept
Neben den persönlichen Strafen überarbeitet der Club sein Sicherheitskonzept. Pufferbereiche im Heimbereich rund um den Gästeblock werden erweitert, der Sitzplatzbereich des Auswärtsblocks soll eingegrenzt werden. Bei Hochrisikospielen werden Polizeikräften direkt im Stadion positioniert und Ordnungsdienstmitarbeiter sollen vor dem Bereich des K-Blocks, wo der harte Kern der Dynamo-Fans steht, den Innenraum absichern.
"Durch die Sichtung von Foto- und Videomaterial konnten wir zahlreiche Erkenntnisse der Abläufe gewinnen", sagte Zimmermann. Bei dem Spiel am 4. April waren Anhänger beider Mannschaften über Absperrzäune geklettert und hatten sich im Innenraum des Stadions unter anderem mit Feuerwerkskörpern attackiert. Polizisten schritten daraufhin ein, trennten die Lager und sicherten das Spielfeld.
Schuster fordert schnelle Stadionverbote
Sachsens Innenminister Armin Schuster lobte Dynamo für die Maßnahmen, forderte aber mehr als nur Worte und Absichten. "Es sind jetzt alle Register zu ziehen, denn die kommenden Heimspiele sind für Verein und Fanszene eine entscheidende Nagelprobe über die ehrliche Abkehr von Gewalt und Krawall", sagte der CDU-Politiker.
Auch die Vorkommnisse vor dem Spiel beim 1. FC Nürnberg, als sich mehr als 200 Anhänger von Dynamo und dem Club vor dem als Hochrisikospiel eingestuften Duell zu einer Schlägerei in einem Gewerbegebiet in der Nähe von Eisfeld verabredet hatten, sollen mit aufgearbeitet werden. Schuster erwarte für die Beteiligten von "DFB/DFL eine schnelle Entscheidung zu bundesweiten Stadionverboten."
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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