
Die Fußballerinnen des FC Bayern München sind wie in den beiden Vorjahren ins Endspiel des DFB-Pokals eingezogen und dürfen damit weiter vom historischen Triple träumen. Gegen den Bundesliga-Vorletzten SGS Essen gewannen die Münchnerinnen im Halbfinale 4:0 (3:0). Im Finale am 14. Mai trifft der Titelverteidiger in Köln auf den VfL Wolfsburg. Der Rekord-Pokalsieger hatte sich tags zuvor 5:4 im Elfmeterschießen gegen Carl Zeiss Jena durchgesetzt.
Für das jederzeit überlegene Team von Trainer José Barcala erzielten Momoko Tanikawa (29. Minute), Pernille Harder (40.) sowie Edna Imade (45.+4 und 73.) die Tore vor 2.500 Zuschauern im ausverkauften Stadion am Bayern-Campus.
"Wir sind der klare Favorit. Wir wollen den DFB-Pokal gewinnen", hatte die verletzte Klara Bühl vor der Partie bei Sky gesagt. Der forschen Ansage der Nationalspielerin, die im nächsten Ligaspiel bei Union Berlin am 22. April wieder einsatzbereit sein will, ließen ihre ballgewandten Teamkolleginnen schon vor der Pause Taten und drei Tore folgen.
Feine Vorarbeit von Gwinn zum 1:0
Ein traumhaftes Volley-Tor von Arianna Caruso in der 22. Minute zählte wegen Abseits zwar nicht. Kurz darauf führten die Bayern trotzdem, nachdem Nationalelf-Kapitänin Giulia Gwinn per Hacke Tanikawa einsetzte, die flach vollendete.
Gegen Bayerns Kombinationsfreude fanden die Essenerinnen keinerlei Mittel. Harder und Imade erhöhten noch vor der Pause jeweils per Kopf auf 3:0. "Einfach dominant weiterspielen, das eine oder andere Tor noch nachlegen", forderte Gwinn im Pausen-Interview bei Sky. Das erledigte dann Imade, die erneut mit dem Kopf zur Stelle war.
Auf dem Weg zum ersten Frauen-Triple der Vereinsgeschichte wartet in der Champions League die größte Herausforderung auf die Barcala-Elf. Am 25. April und Anfang Mai geht es im Halbfinale gegen Topfavorit FC Barcelona. Die achte deutsche Meisterschaft - die vierte in Serie - ist angesichts von 13 Punkten Vorsprung auf Wolfsburg nur noch Formsache.
Rech bestätigt Interesse von Chelsea
"Wir wollen bis zum Schluss durchziehen, auch wenn uns sehr, sehr harte Wochen bevorstehen", sagte Bayern-Direktorin Bianca Rech, die auch über ihre eigene Zukunft sprach. "Ja, Chelsea hat Interesse gehabt an meiner Person. Aber mein Weg wird weitergehen beim FC Bayern München", sagte die 45-Jährige, die seit knapp zwei Jahren die Bayern-Fußballerinnen als Abteilungschefin führt. Sie sehe noch "sehr viel Potenzial in den nächsten Jahren".
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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