
Frankreichs Superstar Kylian Mbappé ist nach dem hitzigen WM-Achtelfinale gegen Paraguay Opfer von rassistischen Beschimpfungen geworden. Die paraguayische Senatorin Celeste Amarilla de Boccia bezeichnete den Ausnahme-Fußballer in einem Post auf der Plattform X als "Trottel", der nicht mal schreiben gelernt habe. "Statt Muttermilch hat er Kokosnüsse ausgesaugt, und das Gebildetste, was er je gehört hat, waren Schimpansen. Hättest du ihm doch den Mittelfinger gezeigt, Orlando Gill. Ich mache das im Senat auch, und da passiert überhaupt nichts!!!"
Während des Spiels, welches Titelfavorit Frankreich gegen den Deutschland-Besieger am Samstag mit 1:0 gewann, war Mbappé immer wieder hart attackiert worden, hatte aber auch ausgeteilt. Aus Frust verweigerte der 27-Jährige nach Spielende Paraguays Keeper Orlando Gill den Handschlag, feierte mit einer provokanten Geste. Gill warf daraufhin Mbappé den Ball an den Rücken.
Wenig später legte die Politikerin auf Instagram mit einer weiteren Tirade nach. Mbappé sei ein "kolonisierter Kameruner", der den harten Franzosen spiele, "voller Minderwertigkeitskomplexe, neureich, arrogant und hässlich". Er sei das ganze Spiel über nervös gewesen und hätte Todesangst gehabt, genau wie seine gesamte Mannschaft. "Sie haben nicht einmal ein Tor erzielt und nur mit ganz viel Glück gewonnen", schrieb Celeste Amarilla de Boccia. "Das Einzige, was viele von uns der Albirroja vorwerfen, ist, dass sie ihm nach dem Schlusspfiff nicht eine schallende Ohrfeige verpasst hat."
Reaktion aus Frankreich
Mbappé reagierte mit deutlichen Worten auf die Beleidigungen der Politikerin. "Sie sind eine verachtenswerte Frau und unwürdig Ihres Amtes", schrieb der Auswahlkapitän auf X. Sie vertrete nicht das Paraguay, das während der gesamten WM "von Leidenschaft und Ehre durchdrungen" gewesen sei. "Durch Ihre Unbewusstheit und Ihren schamlosen Rassismus hat die Welt bereits den historischen Weg und den Einsatz Ihrer Spieler während dieser Weltmeisterschaft vergessen, um Platz zu machen für eine inkompetente Dame, die das schlechteste mögliche Bild ihres Landes vermittelt", schrieb der Stürmerstar weiter. Er werde Menschen wie Celeste Amarilla de Boccia "niemals die Freiheit lassen, ihren Hass und ihren Rassismus in der Welt zu verbreiten".
Auch Frankreichs Sportministerin Marina Ferrari reagierte empört auf die verbalen Entgleisungen der Senatorin. "Diese Äußerungen sind abscheulich, unwürdig und umso inakzeptabler, als sie von einer politischen Verantwortlichen stammen", schrieb Ferrari auf X. Indem Celeste Amarilla de Boccia Mbappé angreife, greife sie alles an, "was unser Kapitän verkörpert, und alles, wofür unser Land eintritt: die Freiheit, die Gleichheit und die Brüderlichkeit".
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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