
Julian Nagelsmann (Bundestrainer): "Niedergeschlagenheit. Jeder ist enttäuscht, dass wir ausgeschieden sind. Manchmal gewinnen Mannschaften mit einfachen Mitteln. Sie sind mit einer Aktion in Führung gegangen. Dann machen wir ein Tor, wo es ein Skandal ist, dass er das zurückpfeift, das ist echt ein Witz, keine Ahnung, was er da gesehen hat. Ich stehe zur Verfügung. Wenn DFB das möchte, mache ich die EM 2028. Ich bin keiner, der wegläuft. Das ist ausgeschlossen."
Manuel Neuer: "Enttäuschend ist das richtige Wort. Jeder ist traurig, enttäuscht. Es wird nicht viel gesprochen. Jeder ist ein bisschen für sich und muss mit der Situation klarkommen. Es war symptomatisch, dass wir nach Flanke und Kopfball zurückgekommen sind. Es war ein bisschen wenig Durchschlagskraft. Das zweite Tor hätte natürlich super gepasst. Das ist extrem bitter. Ich habe alles gegeben."
Joshua Kimmich: "Schwierig, das zum Ausdruck zu bringen, was gerade in mir vorgeht. Klar ist, dass wir wieder früh ausgeschieden sind, weil wir hier einen schwachen Gegner nicht schlagen konnten. Gerade in einer Zeit, wo es uns, glaube ich, extrem guttun würde in Deutschland, wenn wir was haben, worauf man stolz sein kann. Die Nationalmannschaft ist es leider gerade nicht. Dafür tragen wir alle Verantwortung und dafür müssen wir auch Verantwortung übernehmen."
Kai Havertz: "Nicht viel zu sagen. Mir fehlen auch ein bisschen die Worte. Das ist meine zweite WM, zweimal reingeschissen. Die letzten Turniere waren nix. Das Einzige, was ich sagen kann, ist Entschuldigung. Wir sind natürlich auch alle enttäuscht. Wir haben uns viel vorgenommen und jetzt wieder zu enttäuschen, ist natürlich kein schönes Gefühl."
Nadiem Amiri: "Sehr enttäuscht, irgendwo auch schockiert, weil wir nicht damit gerechnet haben, dass wir so früh ausscheiden. Unglückliches Spiel gewesen. Ich habe jetzt gerade noch wenig Worte dafür. Natürlich war unser Anspruch ganz klar, heute weiterzukommen, aber so ist Fußball. Glückwunsch nach Paraguay, am Ende des Tages war es auch irgendwo verdient. Mit unserer Qualität hätten wir über 90 Minuten das Spiel entscheiden müssen."
Jürgen Klopp (MagentaTV-Experte und Trainer-Ikone): "Im Moment gab es nur ein Ziel, nur einen Traum, und der ist jetzt geplatzt. Und ich kann das 100 Prozent nachvollziehen und fühle es auch. Wir haben ja hinten das Elfmeterschießen gesehen, es war dramatisch. (...) Wir hatten Phasen, wo wir es abgerufen haben, die waren nicht lang genug. Wir haben nicht genug kreiert, weil wir ein paar Dinge nicht richtig gemacht haben."
Mats Hummels (Ex-Weltmeister und MagentaTV-Experte): "Es schreit nach Konsequenzen. Die Heim-EM wird mir immer noch zu gut geredet. Deswegen muss das ein Thema sein, sowohl glaube ich vom Bundestrainer selbst aus als auch vom Verband. Auf Spielerseite: Da kann ich mir schon vorstellen, dass einige zurücktreten werden. Da erwarte ich von einigen, dass sie selber sagen: Ich mache nicht mehr weiter. Aber ich erwarte auch, dass der aktuelle oder dann eventuell ein neuer Bundestrainer auch ein paar harte Entscheidungen trifft und treffen muss."
Christoph Kramer (Weltmeister von 2014 und ZDF-Experte): "Du darfst gegen Paraguay nicht in die Verlängerung kommen. Wir werden am Samstag sehen, wie gut oder schlecht oder Paraguay ist. Wir haben entschieden, dass sie so spielen können und dass wir uns am Ende über eine Schiedsrichterdiskussion beklagen. Dazu darf es niemals kommen. Es war einfach zu wenig, um ein WM-Spiel, in dem es um alles geht, sodass es nur einen Sieger geben kann."
Per Mertesacker (Weltmeister von 2014 und ZDF-Experte): "Vor zwei Jahren wurde geflachst, wir müssen nur zwei Jahre warten, bis wir Weltmeister werden. Die Aussage können wir total vergessen. Wir müssen uns einiges wieder hart arbeiten. Für die, die es noch nicht kapiert haben: Wir haben gegen die schwächste Mannschaft aus der Vorrunde gespielt und haben es nicht geschafft, mehr als zwei Chancen in 120 Minuten zu bekommen."
Christian Streich (Langjähriger Trainer des SC Freiburg und ZDF-Experte): "Elfmeterschießen ist kein Glück. Das ist die Fortsetzung eines Spiels, das Unentschieden steht. Das Elfmeterschießen ist die letzte Entscheidung. Dass Deutschland Weltmeister wird, ist für mich völlig außerhalb des Vorstellbaren gewesen. Aber wie Deutschland heute gespielt hat und wie viel Räume die Mannschaft hat liegenlassen. Paraguay ist keine Übermannschaft, bei allem Respekt. Das hat mich geärgert. Es waren genügend Räume da."
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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