
DFB-Sportdirektor Rudi Völler hat für die Nationalmannschaft eine klare Lehre aus den politischen Debatten bei der vergangenen WM in Katar gezogen. Der Fokus beim am 11. Juni beginnenden Turnier in Kanada, Mexiko und den USA soll alleine auf den Fußball und den sportlichen Erfolg gerichtet werden.
"Das wird es nicht mehr geben, dass unmittelbar vor einem Spiel irgendwelche Aktionen oder Interviews gestartet werden", sagte der 66-Jährige rückblickend auf die Debatten um die Kapitänsbinde vor dem mit 1:2 verlorenen ersten WM-Gruppenspiel vor vier Jahren gegen Japan. Am Ende stand das Vorrunden-Aus.
Vor dem Anpfiff des Japan-Spiels hatten sich die deutschen Spieler beim Teamfoto demonstrativ die Hand vor den Mund gehalten. Sie protestierten so gegen die Politik im Gastgeberland. Ursprünglich wollte die DFB-Elf mit einer Regenbogen-Binde am Arm ihres damaligen Kapitäns Manuel Neuer auflaufen. Das war vom Weltverband FIFA untersagt worden.
Politik und Fußball "ein bisschen trennen"
Man tue gut daran, Politik und Fußball "ein bisschen zu trennen", sagte Völler bei der Auftakt-Pressekonferenz zum Start der direkten Turnier-Vorbereitung des deutschen WM-Kaders in Herzogenaurach. Es werde freilich im DFB-Team "keine Maulkörbe geben", versicherte der ehemalige Teamchef.
Man sei auch nicht unpolitisch. "Es gibt viele Dinge in der Welt, die uns allen nicht gefallen. Ich hätte auch lieber mehr Frieden überall", sagte Völler. Aber das könne der Fußball nicht lösen. "Wir sind da, um eine Weltmeisterschaft zu spielen. Das geht vor. Wir sind Fußballer", äußerte der Sportdirektor.
Klartext zu Boykott-Forderungen
Völler äußerte sich angesichts der politischen Weltlage und Entwicklungen in den USA unter Präsident Donald Trump auch zu einigen Boykott-Forderungen, die es im Vorfeld der WM gegeben hatte, ablehnend.
"Ich war schon als junger Spieler gegen einen Boykott", sagte er mit Blick auf die Olympischen Sommerspiele 1980 in Moskau, die von zahlreichen westlichen Nationen inklusive der Bundesrepublik boykottiert worden waren. "Ich fand das damals schon falsch. Und gebracht hat es gar nichts", äußerte Völler.
474389
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
Auch interessant::
NEUESTE BEITRÄGE
- 1
RB Leipzig News: Diomande im Fokus: Das macht RB mit dem Königsklassen-Geld10.05.2026 - 2
Libema Open: Max Houkes wird bezwungen von Martin Damm06.06.2026 - 3
NBA 2026: Portland Trail Blazers vs. Philadelphia 76ers im Livestream08.02.2026 - 4
French Open - Roland Garros: Jakub Mensik wird bezwungen von Alexander Zverev06.06.2026 - 5
Fußball-WM: High Noon für Nagelsmann: 26 WM-Tickets nach Dauerdebatten20.05.2026
Ähnliche Artikel
Hitzewelle: Rettungsorganisation: Amateur-Sportevents lieber verschieben26.06.2026
Wimbledon: Aoi Ito bezwingt Dayana Yastremska29.06.2026
Schlag gegen "Hells Angels": Reul: Bis zu 2,5 Millionen Euro bei Rocker-Razzia gesichert28.04.2026
Wetter in Hessen, Rheinland-Pfalz: Drei Männer nach Badeunfällen bei Biblis weiter vermisst22.06.2026
Wetter in Nordrhein-Westfalen: Wolken, Regen und Gewitter - ab Dienstag unter 20 Grad07.06.2026
Fußball-WM: Warnung an WM-Fans: Finger weg von der Rocky-Statue16.06.2026
NFL heute live: Cincinnati Bengals - Arizona Cardinals im TV27.12.2025
NBA 2026: Toronto Raptors dominieren Cleveland Cavaliers deutlich25.04.2026
Notfälle: AA: Bislang keine Erkenntnisse über deutsche Erdbebenopfer25.06.2026
Olympia 2026: Nach Stolperstart: Einschnellläuferinnen scheiden aus14.02.2026













