
Gianni Infantino hat die umstrittenen Ticketpreise bei der Fußball-WM verteidigt. Die Ermittlungen in den USA verfolgt der Präsident des Weltverbandes FIFA nach eigenen Worten "sehr relaxed".
In Kalifornien schickte der Generalstaatsanwalt ein Schreiben an die FIFA, um mögliche Verstöße gegen kalifornisches Verbraucherschutzrecht zu prüfen. Die Generalstaatsanwältinnen von New Jersey und New York kündigten eine Untersuchung wegen Berichten über möglicherweise irreführende Ticketvergabepraktiken des Weltverbandes an.
FIFA-Boss geht in die Offensive
Infantino erklärte im Pressezelt neben dem legendären Aztekenstadion: "Es ist nicht so, dass jemand aufwacht und die Preise festlegt." Der 56-Jährige verwies unter dem Dröhnen der überlasteten Klimaanlage auf die Preise für Eintrittskarten bei anderen Topsportarten in den USA.
Der Einstiegspreis von 60 Dollar für WM-Karten sei der niedrigste in dem Vergleich, meinte Infantino. Genauso sei das beim Durchschnittspreis von 500 Dollar. "Bevor wir 6,5 Millionen Tickets verkauft haben, haben wir uns mit den besten Anwälten abgesprochen", betonte Infantino, der immer wieder zwischen Englisch und Spanisch wechselte.
"Jeder Dollar fließt zurück in den Fußball"
Beim Thema Ticketpreise, das die Gemüter angesichts astronomischer Preise auf dem von der FIFA abgesegneten Zweitmarkt besonders erhitzt, verteidigte Infantino weiter das Vorgehen seines Verbandes. "Jeder Dollar, den wir generieren, fließt zurück in den Fußball." Wer investiere schon beispielsweise im Südsudan, fragte er und gab gleich die Antwort: "Wir tun es." Und das dank der Erträge.
Für das Finale der WM in New Jersey wurden auf dem Zweitmarkt auch schon Hospitality-Pakete für bis zu 600.000 Euro angeboten. Zwischenzeitlich standen hier sogar Endspiel-Tickets für mehrere Millionen Euro zum Verkauf. Eintrittskarten für Gruppenspiele zwischen den Außenseitern Haiti und Schottland oder zwischen Ghana und Panama waren aber ab 330 oder 440 Euro zu bekommen.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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