
Mehrere frühere Weltklassefußballer haben nach den umstrittenen Investorenplänen von Gianni Infantino einen Neuanfang an der Spitze des Weltverbandes FIFA gefordert. "Ein Wandel ist notwendig. Die Macht hat die Fähigkeit der derzeitigen Führung getrübt, zwischen ihren eigenen Interessen und dem, was das Beste für den Fußball ist, zu unterscheiden", heißt es in einem Statement, das der frühere französische Nationalspieler Mikael Silvestre, der auch im FIFA-Gremium gegen Diskriminierung sitzt, sowie der französische Ex-Weltmeister Emmanuel Petit, der ehemalige englische Torhüter David James sowie die englische Verteidigerin Lucy Bronze auf Instagram teilten.
Infantino hatte mit seinen mittlerweile zurückgenommenen Plänen über die Einbindung von privaten Investoren für zukünftige WM-Geschäfte für massive Entrüstung in der Fußball-Welt gesorgt.
Auch sie hätten "genau dieselben Bedenken wie Millionen von Fans auf der ganzen Welt" und ebenfalls miterlebt, "wie sich der Sport, den wir lieben, unter der derzeitigen Führung der FIFA von seinen Grundwerten entfernt", heißt es in dem Aufruf weiter.
Genug ist genug
Zudem wurde der FIFA-Spitze vorgeworfen, Spieler und Fans bei wichtigen Entscheidungen übergangen zu haben: "Viel zu lange mussten wir mit ansehen, wie wichtige Entscheidungen getroffen wurden, ohne dass die Spieler befragt oder einbezogen wurden und ohne Rücksicht auf die Fans, die diesen Sport am Leben erhalten." Die jüngsten Ereignisse hätten es "unmöglich gemacht, weiter zu schweigen. Genug ist genug".
Vielmehr sei jetzt ein umfassender Wandel nötig. "Es gibt gute Leute innerhalb der FIFA, die das Vertrauen wiederherstellen wollen, aber eine neue Ära erfordert einen Strukturwandel: ein echtes, direktes Mitspracherecht für Spieler und Fans bei der Führung des Fußballs."
Infantino hat auch Unterstützer
Doch Infantino erhält auch Zuspruch. So sagte der frühere Weltklassestürmer Samuel Eto'o, jetzt Präsident des kamerunischen Fußballverbandes, dass der FIFA-Boss "nichts falsch gemacht" habe. "Ich bin nach wie vor überzeugt, dass dieses Projekt für uns Afrikaner etwas Unglaubliches hätte sein können", sagte Eto'o CNN.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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