
Die Würzburger Kickers haben nach vier Jahren die Rückkehr in den deutschen Profifußball geschafft und die Relegation gegen Lok Leipzig gewonnen. Die Franken von Trainer Michael Schiele gewannen am Abend vor heimischem Publikum mit 2:1 (1:0) und schafften nach dem 1:0-Sieg in Leipzig in der Vorwoche den Aufstieg in die dritte Liga.
Unrühmliches Triple für Lok
Für die Sachsen ist das Scheitern ein besonders bitteres, denn es ist nicht das erste Mal. Bereits 2020 und vor einem Jahr war der legitime Nachfolger des ersten deutschen Fußball-Meisters VfB Leipzig in seiner Regionalliga-Staffel Meister geworden, um im Anschluss die Relegation gegen Verl und Havelse zu verlieren. Das Modell mit nur vier Aufsteigern aus fünf Regionalligen ist in höchstem Maße umstritten.
Würzburg hingegen darf sich nach den Toren von Top-Stürmer Jermain Nischalke (30. Minute) und Cherif Cisse (72.) auf eine Rückkehr in Liga drei und attraktive Gegner wie Hansa Rostock oder Fortuna Düsseldorf freuen.
Die Kickers hatten die Regionalliga Bayern zwar nur auf Platz zwei beendet, profitierten aber von einem Aufstiegsverzicht des 1. FC Nürnberg II. Der zwischenzeitliche Ausgleich von Leipzigs Djamal Ziane (71.) verpuffte quasi mit dem Gegenangriff, der Würzburg vor 10.717 Zuschauern erneut die Führung brachte.
Wieder Aufstieg mit Schiele
Trainer Schiele hatte den Verein zwischen 2017 und 2020 schon einmal betreut und die Würzburger damals sogar in die 2. Bundesliga geführt. In diesem Frühjahr kehrte er an den Dallenberg zurück - und schaffte direkt wieder den Aufstieg. Leipzig war mit rund 2.000 Fans angereist und brachte damit mehr Gästeanhänger nach Würzburg als alle bayerischen Regionalligisten in der abgelaufenen Saison gemeinsam.
Mit Blick auf die dritte Regionalliga-Meisterschaft ohne automatischen Aufstieg entrollten die Lok-Fans schon vor dem Anpfiff ein Transparent, auf dem geschrieben stand: "Die Würfel längst gefallen - doch kämpft bis zum Schluss". Leipzig hielt im Rückspiel ordentlich mit und erspielte sich vereinzelt Chancen, doch zur großen Wende kam es nicht mehr. In der Verlängerung ging ein Ball von der Lattenunterkante noch fast über die Torlinie. Der Schiedsrichter ließ jedoch weiterspielen.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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