
Vertreter des bayerischen Fußballs haben Bedenken über die bevorzugten Modelle bei der Regionalliga-Reform geäußert. "Der Austausch hat verdeutlicht, dass die bisherigen Ergebnisse und die Beschränkung auf zwei Lösungsvorschläge zum aktuellen Zeitpunkt nicht abschließend konsensfähig sind. Wir sind uns einig, dass es einen breiteren Blick braucht", sagte Christoph Kern, der Präsident des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV), nach dem Treffen von bayerischen Clubs in einer Verbandsmitteilung.
Eine übergeordnete Arbeitsgruppe hatte sich zuletzt einstimmig für eine vier- statt einer aktuell fünfgleisigen Regionalliga ausgesprochen, damit künftig alle jeweiligen Meister in die 3. Liga aufsteigen können. Bei den erarbeiteten zwei Lösungsvorschlägen war eins das von vielen Clubs bevorzugte Kompass-Modell. Hierbei würden die vier Staffeln in jeder Saison aus allen Regionalligisten im Grunde anhand der Entfernungen gebildet werden.
Ein Meister steigt bisher nicht auf
Das zweite Modell nennt sich Regionen-Modell. Hierbei würden aus den Regionalligen Nord, Nordost und Bayern zwei Staffeln gebildet werden. Die Regionalligen West und Südwest würden in ihrer jetzigen Form bestehen bleiben. Zu beiden Modellen gab es bereits zuvor aus verschiedenen Gründen Gegenwind.
Aktuell haben nur die Sieger der Staffeln West und Südwest das direkte Aufstiegsrecht. Die Ligen Nord, Nordost und Bayern stellen in einem rotierenden System einen festen Aufsteiger. Die beiden anderen Meister ermitteln in einer Relegation den vierten Aufsteiger.
Bayerische Clubs mit weiterem Vorschlag
Der BFV stellte nach dem Austausch mit 25 bayerischen Vereine klar, dass er sich einer Lösung mit der Zielsetzung "Der Meister muss aufsteigen" nicht verschließe. Nach der ersten inhaltlichen und ausdrücklich nicht abgeschlossenen Diskussion ließen die Clubs verlauten, dass "weitere Lösungsmöglichkeiten beleuchtet werden" sollten.
Es genüge nicht, sich auf die einzige Festlegung zu beschränken, die Zahl der Regionalligen von fünf auf vier zu reduzieren. Die von der Arbeitsgruppe vorgeschlagenen zwei Ideen berücksichtigen demnach bisher nicht ausreichend die dritte und fünfte Spielklassenebene.
Die bayerischen Vertreter brachten zudem ein neues Modell in die Diskussion ein: Dabei könnte in allen fünf Ligen nach einer Vorrunde eine Teilung erfolgen. Die oberen Clubs spielen in vier Ligen je einen Meister/Aufsteiger aus. Die Teams aus der unteren Tabellenhälfte bleiben weiter in ihren regionalen Strukturen und bestreiten in ihren fünf Ligen jeweilige Abstiegsrunden. Dies soll im BFV nun von einer eigenen Arbeitsgruppe weiter erörtert werden.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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