
Begleitet von hitzigen Debatten und einem drohenden Spielabbruch hat Senegals Fußball-Nationalmannschaft zum zweiten Mal den Afrika Cup gewonnen. Vier Jahre nach dem Triumph in Kamerun siegte das Team um Superstar Sadio Mané im Finale gegen Gastgeber Marokko 1:0 (0:0, 0:0) nach Verlängerung. Das entscheidende Tor in Rabat erzielte Pape Gueye in der 94. Minute mit einem sehenswerten Schuss aus rund 16 Metern in den Winkel.
Zur tragischen Figur auf marokkanischer Seite avancierte Brahim Díaz, der mit der letzten Aktion vor der Verlängerung einen Elfmeter im Panenka-Stil kläglich vergab. Vor der Ausführung durch den Offensivspieler von Real Madrid hatte es fast 20 Minuten lang intensive Diskussionen gegeben. Aus Protest gegen die aus ihrer Sicht falsche Entscheidung waren Senegals Spieler zwischenzeitlich sogar in die Kabine marschiert. Kurzzeitig drohte ein Abbruch.
Strittige Schiedsrichter-Entscheidungen führen zu Tumulten
Auslöser der tumultartigen Szenen war ein Zweikampf zwischen Díaz und Senegals El Hadji Malick Diouf. Nach einem leichten Halten im Strafraum forderte Díaz energisch Elfmeter. Unter großem Protest der Senegalesen schaute sich Schiedsrichter Jean-Jacques Ndala Ngambo aus der Demokratischen Republik Kongo die Szene nochmal am TV-Schirm an - und zeigte nach VAR-Entscheidung auf den Punkt.
Danach nahm das Drama seinen Lauf: Senegals Spieler und Betreuer wüteten, Trainer Pape Thiaw beorderte seine Spieler nach langen und heißen Debatten sogar in die Kabine. Dort blieben sie nicht lange. Der Ex-Münchner Mané forderte seine Teamkollegen als Erster auf, wieder auf den Rasen zurückzukehren. Als Díaz schließlich ran durfte, entschied er sich für einen Lupfer in die Tormitte. Torwart Edouard Mendy blieb stehen und hielt den Ball mühelos fest.
Nicht die einzige strittige Szene
Der Frust bei Mané & Co. war auch deshalb groß gewesen, weil ihnen der Unparteiische kurz vor der Elfmeterszene ein Tor nach einem Eckball wegen eines Foulspiels an Hakimi aberkannt hatte - ebenfalls eine äußerst strittige Entscheidung.
In der Verlängerung mit guten Chancen auf beiden Seiten wirkten die Senegalesen physisch und psychisch den einen Tick besser. Nach Gueyes Traumtor, der den Ball im Fallen perfekt traf, verteidigten die Senegalesen leidenschaftlich. Der stark haltende Bono verhinderte das 2:0 - am Ende eines denkwürdigen Endspiels war es egal. Zum zweiten Mal nach 2022 krönte sich Senegal zum Champion von Afrika.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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