
Jürgen Klopp will mit einem sehr großen Kader den Neuaufbau der Fußball-Nationalmannschaft starten. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wird der neue Bundestrainer deutlich mehr als die von der UEFA für Spiele der Nations League vorgesehenen 23 Akteure in sein erstes Aufgebot berufen.
Der 59-Jährige will somit möglichst viele Profis in Augenschein nehmen und auch die Belastungen in den gleich vier innerhalb von nur zehn Tagen anstehenden Länderspielen verteilen. Diesen Plan hatte er auch schon bei seiner Vorstellung als DFB-Chefcoach Ende Juli angedeutet. Denkbar ist, dass Klopp sogar bis zu 30 Spieler nominieren könnte. Präsentiert wird der Kader am Donnerstag (10.00 Uhr) in der DFB-Zentrale in Frankfurt.
UEFA-Regeln ermöglichen Flexibilität
Die UEFA sieht im Gegensatz zur WM und EM, als 26 Spieler im Aufgebot sein durften, eine Kadergröße von 23 Akteuren vor, drei davon müssen Torhüter sein. Klopp müsste also bei den Spielen in den Niederlanden (24. September), gegen Griechenland (27. September), gegen Serbien (1. Oktober) und in Griechenland (4. Oktober) jeweils einige Akteure auf die Tribüne setzen.
Eine Entscheidung über seinen genauen Spieltagskader von 23 Akteuren muss Klopp immer bis spätestens 23.59 Uhr am Vortag treffen. Erst in der Finalrunde der besten vier Teams der Nations League im Juni 2027 sind wieder 26 Spieler im Kader erlaubt. So steht es in Artikel 28 der UEFA-Regularien zur Nations League.
Modell für Musiala und Schlotterbeck
Klopp hatte argumentiert, dass er in dem historisch langen Länderspielfenster keine Spieler zu sehr belasten wolle. Anbieten würde sich ein Rotationsverfahren zum Beispiel für Bayern Münchens Jamal Musiala, der wegen Absencen zuletzt gefehlt hatte, oder Nico Schlotterbeck, der nach seiner schweren Knöchelverletzung gerade sein Comeback bei Borussia Dortmund feierte.
Mit einem XXL-Kader könnte Klopp auch mehrere Debütanten in die Nationalmannschaft holen, um sich einen möglichst breiten Eindruck über das Potenzial für den Neustart der DFB-Elf machen zu können. Bei seiner Präsentation hatte Klopp von 57 Feldspielern gesprochen, die er als mögliche Kandidaten auf einer ersten Liste habe.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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