
Fünf Jahre nach der tödlichen Flut in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen hat Bundeskanzler Friedrich Merz allen von Natur- und Klimakatastrophen bedrohten oder betroffenen Menschen Unterstützung zugesichert. "Ich möchte es mit Nachdruck sagen: Kein Mensch, keine Stadt, keine Region darf und soll in unserem Land alleine bleiben mit der Furcht vor Katastrophen und Naturgewalten, mit der Furcht vor den Folgen des Klimawandels, den wir erleben", sagte er bei der zentralen Gedenkveranstaltung auf dem Marktplatz von Ahrweiler. "Das ist es, was ich als Auftrag dieses Tages verstehen möchte."
Die Bundesrepublik Deutschland sei gegründet worden als ein Land mit dem Anspruch, keinen schutzbedürftigen Menschen schutzlos zu lassen, betonte er. "Freiheit und Sicherheit, die Sicherheit, die ein freies und gutes Leben braucht, das sind die Grundversprechen unseres Landes und unserer Gesellschaft." Deswegen sei es die Pflicht staatlicher Organisationen, Vorsorge zu treffen, wo Gefahren die Vorsorgekraft des Einzelnen übersteigen würden.
Unterstützung über Aufbauhilfefonds hinaus
In den von der Flutkatastrophe betroffenen Gebieten erwarte man daher zu Recht, dass die Bundespolitik über die Aufbauhilfefonds hinaus ihren Anteil an der Unterstützung der Betroffenen leiste. Er verwies aber auch darauf, dass
Bund, Länder und Kommunen bereits gemeinsam zahlreiche Maßnahmen auf
den Weg gebracht hätten, um Deutschland besser auf Naturkatastrophen
vorzubereiten.
Die Flut in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen war eine der verheerendsten Naturkatastrophen in der jüngeren deutschen Geschichte. Nach tagelangem Starkregen verwandelte sich vor allem die Ahr in ihrem engen Tal in eine verheerende Sturzflut.
Mindestens 136 Menschen kamen in Rheinland-Pfalz ums Leben, 49 in Nordrhein-Westfalen. Mehrere Hundert wurden verletzt. Eine Person aus der Ahr-Region gilt bis heute als vermisst. Viele Überlebende kämpfen noch immer mit psychischen Folgen.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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