
Im Finale der French Open trifft der deutsche Tennisstar Alexander Zverev nicht nur auf einen Gegner, sondern auch auf einen Freund. "Für mich ist er einfach ein netter Mensch. Er hat ein gutes Herz. Wenn man ihn erst einmal näher kennt, ist er unheimlich witzig", sagte Zverev über den Italiener Flavio Cobolli. Beim Final-Showdown bei den French Open am Sonntag wird er auf diese Freundschaft keine große Rücksicht nehmen.
"Natürlich versucht man immer noch, den Gegner zu schlagen und zu gewinnen, aber das ist in Ordnung", sagte der 29 Jahre alte Hamburger. Für ihn und auch Kumpel Cobolli sei ein Grand-Slam-Finale "die höchste Stufe im Tennis", und es sei "schön, das zu teilen". Den Titel will er aber ganz für sich alleine.
Im 41. Anlauf kann es tatsächlich endlich mit dem von ihm so ersehnten Grand-Slam-Triumph klappen. Im Duell mit dem an Nummer zehn gesetzten Cobolli (24) ist der Weltranglistendritte der klare Favorit, im direkten Vergleich führt der Deutsche mit 3:1.
Cobolli im Halbfinale kampflos weiter
Doch Zverev hat auch sportlich eine hohe Meinung vom Finalisten des Sandplatz-Turniers in München. "Er ist super talentiert, super jung, er verbessert sich immer wieder", sagte er: "Ich werde mich auf ein hartes Match vorbereiten und hoffentlich mein Level zeigen können."
Dass Cobolli für seinen Finaleinzug gar nicht spielen musste, weil sein Gegner und Landsmann Matteo Arnaldi krankheitsbedingt kurzfristig absagen musste, mache für ihn "keinen Unterschied", meinte Zverev: "Ich fühle mich gut, ich habe auch keine brutal langen Matches gehabt."
Im gesamten Turnierverlauf gab der Olympiasieger von 2021 erst zwei Sätze ab, auch beim 7:5, 6:2, 3:6, 6:3-Halbfinalsieg gegen den Tschechen Jakub Mensik (20) hielt er dem großen Titeldruck stand. Und damit das auch so bleibt, wird er seine "Von-Match-zu-Match"-Mentalität auch vor dem Finale nicht ablegen.
"Ich habe mich auf meine Sachen konzentriert, und das werde ich weiterhin tun. Das Einzige, worauf ich Einfluss habe, ist, mein nächstes Match", sagte der Olympiasieger von 2021. Seine einzige Aufgabe sei "der Gegner, der vor mir steht", betonte Zverev, "und alles andere ist mir egal". Auch, wenn auf der anderen Seite des Netzes ein Freund steht.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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