
Die Kurskorrektur im Regelstreit der Formel 1 geht Chefkritiker Max Verstappen zwar nicht weit genug. Der viermalige Weltmeister aus den Niederlanden begrüßt aber die Anpassungen durch den Motorsport-Weltverband Fia und den Rechteinhaber.
"Es ist schön, dass es Änderungen gibt. Natürlich habe ich gehofft, dass es schon nächstes Jahr das gibt, was dann 2028 kommt. Ich verstehe aber, dass dahinter viel Politik steckt. Zumindest gehen die Änderungen in die richtige Richtung", sagte Verstappen am Rande des Grand Prix von Barcelona-Katalonien.
Wie "Mario Kart"
Der Red-Bull-Star hat schon lange gegen die Regelrevolution gewettert, die zu dieser Saison in Kraft trat. Verstappen verglich das Rennfahren in diesem Jahr schon abschätzig mit dem Videospiel "Mario Kart". Es mache einfach keinen Spaß mehr, klagte er.
Die Fahrer sind in ihren neuen Autos seit dieser Saison zu permanentem Energie-Management aufgerufen. Die Aggregate beziehen zu gut 50 Prozent Leistung vom Verbrenner und zu fast 50 Prozent aus der Batterie, die wieder geladen werden muss. Die ganze Zeit Vollgas ist einfach nicht mehr drin.
Mehr Verbrenner, weniger Elektro
Die Fia hat nun mit dem Formel-1-Management, den Teams und den Motoren-Herstellern einen Kompromiss erzielt. Der Verbrenner bekommt mehr Leistung. Aktuell liegt sie bei 400 Kilowatt, im kommenden Jahr bei 420 Kilowatt und 2028 dann bei 450 Kilowatt.
Gleichzeitig wird die Standardleistung des Hybridantriebs gedrosselt, der ab 2027 nur noch 300 Kilowatt und nicht mehr 350 Kilowatt liefert. Die maximale Energierückgewinnung hingegen steigt von derzeit 350 Kilowatt auf 400 Kilowatt 2028.
60/40 heißt die künftige Motoren-Formel
Entsprechend verschiebt sich die Leistungsverteilung des Aggregats, die aktuell bei 53/47 liegt. Der Anteil des Verbrenners klettert bis 2028 auf 60 Prozent, der des Elektro-Motors sinkt demnach auf 40 Prozent.
"Die Regeländerungen gehen in die richtige Richtung", meinte auch Haas-Fahrer Oliver Bearman. "Es geht einfach mehr darum, so fahren zu können, wie wir es alle von klein auf gewohnt sind, nämlich aus dem Bauch heraus und ohne groß darüber nachzudenken, welche Auswirkungen es hat, wenn man eine Kurve anders fährt als in der Runde zuvor."
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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