
Trotz des frühen Ausscheidens der deutschen Mannschaft schauen weiterhin viele Millionen Fußballfans die WM-Übertragungen. Die anhaltende Begeisterung sorgt bei ARD und ZDF für Top-Quoten und bei der Telekom sogar für Rekordzahlen. Kein Wunder, dass das Interesse an TV-Rechten für Fußball-Wettbewerbe weiterhin enorm ist. Die nächsten Entscheidungen stehen kurz bevor.
Während die letzten Spiele der WM in Nordamerika auf dem Programm stehen, laufen im Hintergrund zahlreiche Gespräche und Verhandlungen über diverse Fußball-TV-Pakete. Offen sind unter anderem die Medienrechte für zwei große Turniere sowie Länderspiele der deutschen Männer und der deutschen Frauen.
Rechte für WM in sechs Ländern
Besonders begehrt ist derzeit die WM 2030. Die Telekom gilt als Topfavorit für die Rechte, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Verhandlungskreisen erfuhr. Ein Telekom-Sprecher sagte auf Anfrage: "Wir beobachten den Sportrechtemarkt sehr genau, äußern uns aber nicht zu Spekulationen."
Auch ARD und ZDF, die an den Rechten interessiert waren, möchten sich zur WM in Spanien, Portugal und Marokko sowie Uruguay, Argentinien und Paraguay nicht äußern. Die FIFA lehnte ebenfalls einen Kommentar ab.
PR-Erfolg dank Klopp, Müller und Hummels
Für die Telekom wäre der sich anbahnende Vertrag mit dem Fußball-Weltverband FIFA für das Turnier in vier Jahren ein weiterer großer Erfolg. Bereits bei der laufenden WM hat der hauseigene Pay-TV-Sender MagentaTV alle 104 Spiele exklusiv im Programm und erfreute die Bonner Manager um Deutschland-Chef Rodrigo Diehl im Laufe des Turniers mehrfach mit Bestwerten bei den Zuschauerzahlen. Dank bekannter Experten wie Jürgen Klopp - nach dem Rücktritt des bisherigen Bundestrainers Julian Nagelsmann besonders gefragt - und Thomas Müller oder Mats Hummels war das Turnier auch ein PR-Erfolg.
Die Telekom hat sich mit MagentaTV als Pay-Anbieter bei großen Turnieren etabliert, zeigte bereits Spiele von zwei Europameisterschaften und hat auch bei der EM in zwei Jahren alle Begegnungen im Programm. Wie bei den WM-Turnieren 2022 und 2026 waren ARD und ZDF - über verschiedene Konstrukte von Sublizenzen - Partner des Bonner Unternehmens. Ein ähnliches Modell könnte es auch für das Turnier in vier Jahren wieder geben.
Gespräche am Rande der WM
Ganz anders sieht es bei der WM der Frauen aus, die schon in einem Jahr in Brasilien gespielt wird. Die Telekom hat bereits Rechte für alle Spiele erworben. Diese gelten aber nur für das Pay-TV. Die Free-TV-Rechte hat die FIFA bislang nicht vergeben.
ARD und ZDF sind stark interessiert, haben - unter anderem am Rande des Männer-Turniers in den USA - auch Gespräche geführt. Aber es gibt noch keinen Abschluss. Es geht nach dpa-Informationen um ein Paket mit 30 Spielen im frei empfangbaren Fernsehen.
Der DFB mischt bei den TV-Rechten mit
Neben den Medienrechten für die großen Turniere sind auch jene für die Länderspiele der deutschen Nationalmannschaften bei den TV-Sendern begehrt. Für Pay-Anbieter wie die Telekom mit MagentaTV sind sie allerdings nicht interessant, denn die DFB-Partien müssen aufgrund des Medienstaatsvertrages frei empfangbar gezeigt werden.
Für die Länderspiele der deutschen Fußballerinnen haben die beiden öffentlich-rechtlichen Sender über ihre Agentur SportA eine seit 2023 laufende Vereinbarung, die im kommenden Jahr endet. Derzeit laufen mit dem DFB Gespräche über ein neues Vierjahres-Paket mit rund 40 Spielen. Interessant sind dieses Rechte auch für andere Free-TV-Anbieter wie die RTL-Gruppe oder ProSiebenSat.1. Aber ARD und ZDF stehen kurz vor dem Abschluss, wie es aus Verhandlungskreisen heißt.
Komplizierte Lage bei den Männer-Länderspielen
Komplizierter ist die Lage bei den Spielen der DFB-Männer. Die Rechte werden zentral von der UEFA vergeben und liegen derzeit je zur Hälfte bei RTL und ARD/ZDF. Seit Beginn des Jahres warten die interessierten Sender auf einen Termin für die neue Ausschreibung, doch der wurde immer weiter verschoben. Auch der Rechteverkauf der EM 2032 wird erwartet.
Derzeit ist nicht einmal klar, mit welcher Agentur die UEFA ihre Länderspiel-Rechte verkauft. Zuletzt war es die Agentur CAA, doch der Kontinentalverband bevorzugt nach Informationen des Branchenportals "sportbusiness.com" die Konkurrenz von Relevent Sports oder Sela.
Im Vorjahr hatte der europäische Dachverband bei der Champions League den langjährigen Partner TEAM durch Relevent ersetzt. Die US-Agentur erzielte eine rund 20-prozentige Steigerung der Einnahmen.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
Weitere aktuelle News im Ressort "Sport":
NEUESTE BEITRÄGE
- 1
Hamburg: U1 Sperrung beendet - Bahnen fahren wieder05.06.2026 - 2
Ellwangen: Tödliche Gewalt am Bahnhof - Anklage erhoben05.06.2026 - 3
Borussia Dortmund News: Watzke: "Keine überschäumende Freude" vor WM-Start15.04.2026 - 4
Champions League: Kimmich drückt Havertz die Daumen für Königsklassen-Sieg30.05.2026 - 5
Terror-Angriff auf CSD Berlin: Bundeskanzler Merz verurteilt "Angriff auf unsere Gesellschaft"26.07.2026
Ähnliche Artikel
Leipzig: Fotoverbot im Bad – Datenbrillen sorgen für Unsicherheit12.06.2026
Fußball-WM 2026: Diese Spielerfrauen unterstützen die DFB-Stars10.06.2026
SC Verl - TSV 1860 München im Live-Stream und TV: Die Ölbachstädter wollen gegen den TSV 1860 die Punkte zu Hause behalten13.05.2026
Sylvie Meis: Unglaubliche Typveränderung - so hat man das Model noch nie gesehen10.06.2026
NFL 2025: Klare Niederlage für die Denver Broncos im Duell mit Jacksonville Jaguars22.12.2025
Dortmund: Angriff auf Polizisten - Motiv des Schützen weiter offen09.06.2026
Ski alpin 2026: Ski-Juwel Aicher legt nach: Zweite bei Super-G in Andorra01.03.2026
An der Nordküste Australiens: Schon wieder eine tödliche Hai-Attacke - Mann (39) brutal attackiert24.05.2026
Wimbledon News: Verpeilter Teddybär? Struff ohne Angst ins größte Match06.07.2026
Wimbledon: Balaji/Marcelo wird bezwungen von Gille/Verbeek02.07.2026













