
Schiedsrichter-Chef Knut Kircher hat nach der Aufarbeitung des höchst umstrittenen Elfmeters im Bundesligaspiel des FSV Mainz 05 gegen den FC Augsburg (2:0) Versäumnisse des Videoschiedsrichters klar benannt. "Die erste Aufgabe wäre es gewesen, den Schiedsrichter erst mal zu unterstützen oder mit klaren, offensichtlichen Bildern zu widerlegen", erklärte Kircher in einem Interview der "Augsburger Allgemeinen": "Beides war an der Stelle nicht möglich, weil eine Berührung kaum zu erkennen ist. Dann aber muss man eine Checkliste abarbeiten."
Schiedsrichter Patrick Ittrich hatte nach einem Strafraumduell zwischen Elvis Rexhbecaj und dem Mainzer Stefan Bell auf Strafstoß entschieden. Dieser hatte auch nach minutenlanger Überprüfung des VAR Bestand. "Ich hatte Kontakt mit dem Video-Assistenten, weil es so lange gedauert hat. Er hat mir gesagt, dass sie nicht auflösen können, ob es einen Kontakt gegeben hat oder nicht", hatte Ittrich berichtet.
"Der letzte Part hat leider nicht funktioniert"
Am Schluss hätte man zur Frage kommen müssen: Könne es sich überhaupt um ein Foulspiel handeln?, sagte Kircher in dem Interview: "Ich sage: Nein. Das hätte man Patrick Ittrich auf dem Feld sagen und ihn bitten können, sich die Szene selbst noch mal anzuschauen. Der letzte Part hat leider nicht funktioniert." Kircher hatte vor der eingehenden Prüfung bereits beim Sender Welt TV betont: "Solch einen Elfmeter wollen wir in der Bundesliga nicht sehen."
"Der VAR wird nicht zum Liebling der Fußballfans werden", sagte Kircher der "Augsburger Allgemeinen" nun: "Wenn man das aber ein bisschen differenzierter betrachtet, haben wir am vergangenen Wochenende 18 Spiele in der Bundesliga und der 2. Bundesliga gehabt, und wir reden bei ein oder zwei davon über das Thema VAR. Wir reden dagegen bei 16 oder 17 Spielen gar nicht darüber."
Der Anspruch sei aber, dass es immer und überall funktioniere. "Jeder Fehler und jeder nicht optimale Prozessablauf lässt uns unzufrieden zurück", sagte Kircher weiter.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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