Große Online-Plattformen sollen nach Angaben von Nordrhein-Westfalens Medienminister Nathanael Liminski (CDU) beim Schutz der Meinungsvielfalt künftig ähnlich reguliert werden wie klassische Medien. "Wenn wir früher bei klassischen Medien anhand von Meinungsmacht regulierend eingegriffen haben, weil wir gesagt haben, es darf nicht sein, dass ein Medium dominiert und Meinungsmacht auf sich vereinigt, dann muss das erst recht für große Plattformen gelten, die viel mehr Meinungsmacht auf sich vereinigen", sagte Liminski bei einer Veranstaltung in Düsseldorf, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) und das Düsseldorfer Medienangebot VierNull berichteten.
Liminski verwies dabei auf den Entwurf für einen Digitalen Medienstaatsvertrag. "Alle Länder würden das mitmachen", sagte er dem Bericht zufolge.
Der Entwurf, der der Deutschen Presse-Agentur vorlag, sieht einen grundlegenden Umbau des Medienkonzentrationsrechts vor. Der bislang stark auf das Fernsehen ausgerichtete Ansatz soll durch ein medienübergreifendes Modell ersetzt werden. In dem Papier ist von einem "Paradigmenwechsel von einem primär fernsehzentrierten zu einem medienübergreifenden, wirkungsorientierten Medienkonzentrationsrecht" die Rede.
Bei der Veranstaltung verwies Liminski laut RND und VierNull zugleich auf den wirtschaftlichen Druck auf die Medienbranche. Wenn 50 Prozent der Werbeetats von drei großen Tech-Unternehmen "abgesaugt" würden, zeige das, wie radikal sich der Markt verändert habe. Als ermutigend bezeichnete er zugleich die wachsende Zahl von Medien-Start-ups. "Die beste Garantie für redaktionelle Unabhängigkeit ist wirtschaftliche Unabhängigkeit", sagte der CDU-Politiker.
498425
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
Weitere aktuelle News im Ressort "Panorama":
- Welttierschutztag: Hinter der Kuschelfassade: Die erstaunliche Welt der Koalas
- Todesstrafe in den USA: Anwälte: Christa Pike lebt nach zwei Giftspritzen noch
- Todesstrafe in den USA: Oberstes US-Gericht: Tennessee darf Christa Pike hinrichten
- Hinrichtung von Christa Pike: Satanistische Todeskandidatin überlebt zwei Giftspritzen
NEUESTE BEITRÄGE
- 1
ATP Tennis in Indian Wells Ergebniss: Luz / Matos entscheidet das Duell souverän gegen Diallo / Evan09.03.2026 - 2
Wimbledon: Viktorija Golubic überwältigt Iryna Shymanovich30.06.2026 - 3
FC Bayern München News: Kompany reagiert auf Kovac: Bleiben in unserem "Tunnel"13.01.2026 - 4
Leichtathletik: Hindernisläuferin Krause krönt sich mit EM-Gold13.08.2026 - 5
French Open News: French Open: Lys in Runde zwei, Maria schon raus25.05.2026
Ähnliche Artikel
Fußball-WM: Infantinos Probleme: Visafragen, Anzeige und Nähe zu Trump09.06.2026
Tennis News: Becker lobt Zverev: "Kann das Turnier gewinnen"27.01.2026
Kolumbien - Ghana bei WM 2026: Das WM-Spiel am 04.07.2026 im kostenlosen Stream03.07.2026
FC Bayern München News: FC Bayern ohne Kane gegen Gladbach - Rückkehr gegen Bergamo?05.03.2026
TSV 1860 München - SV Waldhof Mannheim im Live-Stream und TV: Der TSV 1860 bekommt es am 31. Spieltag mit Waldhof zutun01.04.2026
Perleberg: Junge von Metallkugel getroffen22.06.2026
SV Werder Bremen - FC Bayern München im Live-Stream und TV: Schwere Aufgabe am 22. Spieltag für Werder gegen die Bayern11.02.2026
Formel 1 News: Kobra und Python: Bottas' Dschungel-Abenteuer08.10.2026
Formel 1 News: Schon wieder Nordschleife: Verlässt Verstappen die Formel 1?16.04.2026
"Dann war halt alles weg": Die Kinder der Flut: "Dieses Wasser und die ganzen Schreie"10.07.2026













