
Beim obligatorischen Selfie für den Spieler des Spiels hob Jamal Musiala grinsend den Daumen in die Höhe. Ein Tor-Comeback des WM-Hoffnungsträgers, der starke Auftritt von Nationalteamkollege Leon Goretzka und ein kleines Fußball-Märchen um einen 17-Jährigen rückten die neue Sorge um Manuel Neuer beim FC Bayern München zumindest erstmal in den Hintergrund. Die Wade macht dem zur Pause gegen Jonas Urbig ausgewechselten Torhüter vor dem Achtelfinal-Hinspiel der Champions League am Dienstag bei Atalanta Bergamo weiter zu schaffen.
Musiala mit erstem Liga-Tor seit fast einem Jahr
Während Neuer am Dienstagabend in Norditalien wohl wieder pausieren muss, wird Torjäger Harry Kane nach seiner Wadenverletzung in der Startelf zurückerwartet. Beim 4:1 gegen Borussia Mönchengladbach freute sich der Engländer in einer Arena-Loge, dass Musiala ihn cool als Elfmeter-Torschütze vertreten konnte. Es war das erste Liga-Tor des 23-Jährigen seit fast einem Jahr. Den ersten Treffer nach der Verletzung hatte Musiala in der Champions League im Januar beim Sieg in Eindhoven erzielt.
"Mit solchen Spielen komme ich wieder in den Rhythmus, deshalb bin ich sehr glücklich", sagte der Münchner Mittelfeldstar, der sich im Sommer bei der Club-WM einen Bruch des Wadenbeins und eine Verrenkung des Sprunggelenks zugezogen hatte. "Es ist ein bisschen nervig, aber ich brauche Geduld, kann jetzt noch nicht auf 100 Prozent gehen."
Goretzka: "Motivation" statt "Freifahrtschein"
Bundestrainer Julian Nagelsmann, der Musiala fest für die Länderspiele im März in der Schweiz und gegen Ghana eingeplant hat, dürfte sich nicht nur über den weiteren Formanstieg des Edeltechnikers gefreut haben. Leon Goretzka schien die Interview-Botschaft des Bundestrainers, dass er auf eine wichtige WM-Rolle hoffen kann, zu beflügeln.
Die Worte von Nagelsmann seien für ihn vielmehr "eine Motivation" und kein "Freifahrtschein" für das Turnier im Sommer, sagte der 31-Jährige, der das Führungstor von Luis Díaz stark vorbereitete. Konrad Laimer und Nicolas Jackson erzielten die weiteren Münchner Tore beim nächsten klaren Sieg.
Eberl: Wollen den Rekord brechen
Angesichts von 92 Toren nach 25 Spieltagen reicht den Münchnern im Saison-Finale pro Partie im Schnitt ein Treffer, um einen uralten Bundesliga-Rekord einzustellen. In der Saison 1971/72 trafen die Bayern 101 Mal ins Schwarze, jetzt soll die Zahl nach oben geschraubt werden. "Wir wollen ihn brechen, wir wollen einen neuen Rekord aufstellen", sagte Sportvorstand Max Eberl. "Das war immer das Ziel durch die ganze Saison hindurch."
Dass bei der Rekordjagd nun auch Musiala trifft, freute den 52-Jährigen besonders. "Das sind so kleine Momente, die ihm jetzt guttun", sagte Eberl. Trainer Vincent Kompany warnte im großen Jubel aber vor überzogenen Erwartungen an Musiala.
"Ich schütze ihn noch", sagte der belgische Coach. Man müsse sich nur die Bilder von der schweren Verletzung anschauen, dann wisse man Bescheid. "Er wird irgendwann wieder seine allerbesten Momente haben, vielleicht sogar noch mehr, weil er sich körperlich entwickelt hat", sagte Kompany.
Schwere Kapitänsbinde und ein Fußball-Märchen
In der Schlussphase des Sieges gegen Mönchengladbach trug Musiala, der vor einem guten Jahr einen hoch dotierten Vertrag bis 2030 unterschrieben hatte, als das große Gesicht der Zukunft des Rekordmeisters auch die Kapitänsbinde. "Das war eine große Ehre für mich. Als ich danach über den Platz gelaufen bin, hat sie sich schon ein bisschen schwer angefühlt", beschrieb der erstaunte Musiala.
Der 23-Jährige, der erstmals seit der Verletzung wieder 90 Minuten durchkickte, kam bei seinen TV-Interviews aus dem Grinsen nicht mehr heraus. Ähnlich glücklich war Maycon Cardozo, der sich über ein besonderes Kapitel eines Fußball-Märchens freute.
Der in São Paulo geborene Cardozo, der den größten Teil seiner Kindheit in Thailand verbrachte, empfahl sich über ein Nachwuchsprojekt der Münchner - und erfüllte sich jetzt im Alter von 17 Jahren den Traum von einem Einsatz für die Bayern-Profis. "Wenn Spieler aus dem eigenen Nachwuchs den Sprung schaffen, ist das für den FC Bayern eine großartige Geschichte", sagte Eberl über den 1,65 Meter großen Flügelspieler.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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