
Die deutschen Spitzenschiedsrichter fordern vor der neuen Saison mehr Respekt und Fairness von den Spielern ein. "Beim Umgang mit Unsportlichkeiten war die WM sicher nicht beispielgebend für die Bundesliga. Da waren wir schon viel weiter", sagte Marco Fritz, Leiter Evaluation der DFB Schiri GmbH, bei einer Schulung für Medienvertreter in Frankfurt/Main.
Schiedsrichter nennen "Grundsätze nach der WM"
"Mobbing the referee", also zum Beispiel Anschreien des Referees nach einer Entscheidung, Missachtung des Kapitändialogs, Verhinderung einer schnellen Spielfortsetzung - das alles wollen die Unparteiischen nicht mehr sehen. "Letztendlich möchten wir das Spiel sauberer und schneller haben", sagte der frühere Bundesliga-Schiedsrichter Fritz.
Daniel Siebert, der in diesem Sommer das Champions-League-Finale zwischen Paris Saint-Germain und Arsenal London (4:3 im Elfmeterschießen) pfiff, stellte auf dem DFB-Campus drei "Grundsätze nach der WM" vor: "Wir schützen das Image des Fußballs.Wir schützen die Gesundheit der Spieler. Wir ahnden Unsportlichkeiten konsequent."
Bei letzterem verwies der 42 Jahre alte Berliner im Namen seiner Branche explizit daraufhin, dass die Kapitänsregel weiter Bestand hat. Bei der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko diskutierten auf dem Platz oft nicht nur - wie einst eingeführt - die Spielführer, sondern es gab Rudelbildungen um den Referee.
Zeitschinden konsequent ahnden
Darüber hinaus betonte Siebert bei seinen Ausführungen: "Wir fördern schnelle Spielfortsetzungen." Deshalb werden, wie schon länger bekannt, auch mehrere bei der WM angewandte Regeln in Deutschland übernommen, um das Zeitschinden bei Abstößen, Eckbällen, Einwürfen und Spielerwechseln zu verhindern.
Konsequent ahnden will der DFB auch Fehlverhalten von Trainern und Betreuern an der Seitenlinie, die ihre Emotionen und ihren Diskussionsbedarf oft am vierten Mann auslassen. "Er ist nicht der Abfalleimer für die Coaching-Zone", betonte Fritz. "Wir hatten in der letzten Saison so viele Verwarnungen wie noch nie und sind da dran, dass wir eine Verhaltensänderung hinkriegen. Ich würde mir es wünschen."
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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