
Zwei Deutsche sind wegen fünf Fällen von Brandstiftung auf der norwegischen Inselgruppe Lofoten angeklagt worden. Die Vorfälle sollen sich der Nachrichtenagentur NTB zufolge während eines Urlaubs im vergangenen Juli ereignet haben. Einer der Männer wird eines besonders schweren Falls beschuldigt: Er soll einen Brand nahe einem Wohngebäude gelegt haben. "In dem Gebäude haben sich zwei Personen aufgehalten, und eine oder beide Personen hätten leicht umkommen können, wäre der Brand nicht rechtzeitig entdeckt worden", heißt es laut NTB in der Anklageschrift.
Außerdem sollen die Männer in ihren Zwanzigern eine Friedhofskapelle und Plastikbehälter mit getrockneten Kabeljau-Köpfen in Brand gesetzt haben. Die Brände hatten demnach Schäden von mehr als 90.000 Euro verursacht.
Anwohner kamen mutmaßlichen Brandstiftern auf die Spur
Die beiden waren festgenommen worden, nachdem Anwohner nach den ersten Bränden Verdacht geschöpft hatten. Daraufhin nahmen sie die Sache selbst in die Hand: Als in einem Waldstück ein Feuer ausbrach, machten sich etwa 30 Anwohner auf den Weg und ertappten die Deutschen auf frischer Tat. Sie hielten die Verdächtigen fest, bis die Polizei am Tatort ankam. Die Männer verbrachten daraufhin einige Wochen in Untersuchungshaft, bevor sie nach Deutschland zurückreisen durften.
Der Prozess gegen die Männer beginnt am 10. August. Laut Anklage sollen die beiden selbst zu der Verhandlung erscheinen, für die zunächst fünf Tage angesetzt sind. Ein Verteidiger sagte dem norwegischen Rundfunk, sein Mandant gestehe eine Teilschuld für die Brände ein – nicht aber in Bezug auf den Vorwurf, Menschenleben in Gefahr gebracht zu haben.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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