
Nach dem verheerenden Erdbeben in Venezuela hat ein Team des Technischen Hilfswerks (THW/Bonn) die Suche nach Vermissten begonnen. Die Rettungsarbeiten seien angelaufen, berichtete das THW am Sonntag. In der Nacht zu Samstag war ein 48-köpfiges Team am Flughafen Caracas eingetroffen.
Die Einsatzkräfte der Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland (SEEBA) sollten nach einer Lageerkundung möglichst schnell nach Vermissten suchen, berichtete THW-Präsidentin Sabine Lackner. Zunächst war dafür eine Abstimmung der Einsatzstellen und Einsatzoptionen sowie die Prüfung logistischer Rahmenbedingungen für die kommenden Tage erforderlich.
THW: Einsatz ist Wettlauf gegen die Zeit.
Einige THW-Kräfte arbeiteten aktuell an einer Einsatzstelle, an der eine überlebende Person vermutet werde, hieß es. Parallel laufe die Suche nach Verschütteten weiter. Einsatzkräfte setzten spezielle Technik wie technische Ortungsgeräte ein. Sie haben auch Such- und Rettungshunde dabei. "Mit ihren feinen Nasen sind sie in der Lage, Überlebende aufzuspüren."
Um keine wertvolle Zeit verlieren, arbeiten die THW-Kräfte im Schichtsystem, also rund um die Uhr. Denn noch immer werden Tausende Menschen unter den Trümmern vermutet. Von Stunde zu Stunde schwinden die Hoffnungen, noch Überlebende zu finden.
Mehr als 1.400 Tote und 3.200 Verletzte
Zwei schwere Beben der Stärke 7,2 und 7,5 hatten am Mittwoch den Norden und das Zentrum Venezuelas erschüttert. Schwere Schäden gab es besonders in La Guaira, wo der internationale Flughafen und der wichtigste Seehafen des südamerikanischen Landes liegen. Nach Angaben des Präsidenten der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, wurden bislang 1.430 Tote gezählt. Mehr als 3.200 Menschen sind verletzt worden. Mehrere Zehntausend Personen werden vermisst.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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