
Biathletin Marlene Fichtner hat sich nach der bitteren Aberkennung ihres ersten Weltcupsieges bei ihrem Teamkollegen Leonard Pfund (22) entschuldigt. "Ein blöder Fehler, der mir so nicht noch einmal passieren wird. Der Schmerz darüber sitzt tief, und es tut mir unendlich leid für Leo und das gesamte Team", schrieb Fichtner auf Instagram.
Am Samstag hatte das Duo das Single-Mixed-Staffelrennen in Nove Mesto überraschend gewonnen. Doch kurz nach der Siegerehrung wurden die beiden wegen eines Sicherheitsverstoßes disqualifiziert. Fichtner hatte nach ihrem letzten Liegendanschlag das Gewehr nicht ordnungsgemäß geschultert. Sie bekam ihren linken Arm nicht sofort durch die Schulterschlaufe und verließ dennoch die Schießmatte.
Das ist aber laut Absatz 8.5.4 des Regelwerkes verboten. Man darf erst die Matte verlassen, wenn beide Arme durch das Tragegestell sind und dieses auf den Schultern ist. "Das war leider nicht der Fall. Die Regel ist eindeutig", sagte Sportdirektor Felix Bitterling. Im Biathlon gelten aufgrund der Verwendung von Kleinkaliberwaffen spezielle Sicherheitsbestimmungen.
Fichtner: Werde diesen Tag trotzdem nie vergessen
Fichtner, die nach der Disqualifikation bittere Tränen vergoss, muss ihren Fauxpas nun schnell vergessen. Sie nimmt das Positive mit. "Trotzdem werde ich diesen Tag nie vergessen. Dieses unbeschreibliche Gefühl im Ziel, als Leo und ich uns für einen kurzen Moment Weltcupsieger nennen durften – diese 15 Minuten waren etwas ganz Besonderes", schrieb die 22-Jährige weiter. "Ich habe an diesem Tag gesehen, wozu wir fähig sind. Und genau das nehme ich mit. Ich werde alles dafür geben, um wieder in diese Situation zu kommen."
Fichtner bekam viel Zuspruch. "Es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht mit dir und ich bin mir sicher, dass wir das nochmal wiederholen werden!!", schrieb Pfund. Weltcupgesamtsiegerin Franziska Preuß schrieb auf Instagram: "An diesen Zieleinlauf von euch erinnern wir uns alle noch lange! Das ist was bleibt."
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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