
Werden in Berlin Kopfgelder auf führende Vertreter der Justiz ausgelobt und sogar Todeslisten geführt? Die Justizbehörden in der Bundeshauptstadt ermitteln wegen möglicher Bedrohungen von Staatsanwälten und Richtern durch die türkische Mafia. Es würden Ermittlungen geführt wegen Szenarien zum Nachteil von Bediensteten der Justiz, sagte Justizsenatorin Felor Badenberg (CDU) im Rechtsausschuss des Abgeordnetenhauses.
Details nannte sie nicht, verwies aber auf einen Bericht der "Bild"-Zeitung über angeblich ausgesetzte Kopfgelder und Todeslisten. "Der Staatsanwaltschaft liegen gegenwärtig keine Erkenntnisse über sogenannte Todeslisten vor", sagte die Senatorin. Zunächst gehe es darum, den Sachverhalt zu verifizieren. Selbstverständlich nehme man solche Bedrohungen und auch in diese Richtung deutende Aussagen von Zeugen sehr ernst.
"Bild" hatte berichtet, dass die Polizei Informanten aus der türkischen Mafia habe gewinnen können, die versteckt und geschützt würden. Diese Zeugen sollen in Vernehmungen von Todeslisten mit Namen deutscher Staatsanwälte und Richter sowie von ausgesetzten Kopfgeldern gesprochen haben.
Viele Schießereien
Gewalttätige Auseinandersetzungen mit Schießereien und gewaltsame Erpressungen von türkischstämmigen Geschäftsleuten durch kriminelle Banden bereiten der Berliner Polizei seit mehr als einem Jahr Sorgen. 2025 zählte sie 515 Fälle von Schussabgaben in der Hauptstadt.
Oft sollen so türkische und kurdische Ladeninhaber und Restaurantbesitzer unter Druck gesetzt werden, damit sie an die Banden zahlen. In manchen Fällen wurde Männern zur Warnung in die Beine geschossen. Hinter den ständigen Gewalttaten stecken laut Polizei zum Teil organisierte Banden aus der Türkei, die Täter sogar extra einfliegen lassen.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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