
Mit Alosa und Zierli sind zwei weitere Bartgeier im Nationalpark Berchtesgaden ausgewildert worden. "140 Jahre, nachdem der Mensch sie ausgerottet hatte, fliegen die gefährdeten Giganten nun wieder durch die Lüfte der deutschen Alpen", freuten sich der Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) und der Nationalpark Berchtesgaden, nachdem die Tiere zu ihrer Auswilderungsnische im Klausbachtal gebracht worden waren.
"Mit nun zwölf erfolgreich ausgewilderten Bartgeiern sind wir auf einem guten Weg, diesen wichtigen Aasfresser endgültig in unsere heimische Gebirgswelt zurückzubringen", betonte Nationalparkleiter Roland Baier. "Schon jetzt kehrt ein Großteil der Vögel bei den weiten Wanderungen durch den Alpenraum immer wieder in den Nationalpark zurück."
Jungvögel dürften Unterstützung älterer Bartgeier bekommen
Deshalb ist auch damit zu rechnen, dass die Neuankömmlinge über kurz oder lang auf ihre Vorgänger treffen. Zunächst aber werden die aktuell noch flugunfähigen Vögel in den kommenden Wochen in der Felsnische ihre Muskulatur trainieren. Dabei werden sie gefüttert und genau beobachtet - ohne selbst Kontakt zu Menschen zu haben.
"Nach den Erfahrungen der letzten Jahre ist in etwa drei Wochen mit dem ersten selbstständigen Ausflug der beiden Geier aus der Nische zu rechnen", erläuterte Nationalpark-Projektleiter Ulrich Brendel. Über den Sommer hinweg würden sie dann alle nötigen Fähigkeiten erlernen; das klappe auch ohne Eltern. Doch wahrscheinlich schauten auch ältere Bartgeier vorbei, die ihnen wichtige Fähigkeiten im Luftraum oder an den Futterplätzen vermitteln könnten.
Jedes Jahr zwei Jungtiere ausgewildert
Seit 2021 wurden jedes Jahr zwei junge Bartgeier im Nationalpark ausgewildert, um die ausgerottete Art in den Ostalpen wieder anzusiedeln. Die Tiere kamen aus Spanien, Finnland und Österreich. Das Weibchen Alosa kommt hingegen aus dem französischen Zuchtzentrum Asters. Zierli schlüpfte - ebenfalls am 20. März - im belgischen Tierpark Pairi Daiza und wurde dann an den französischen Zoo Beauval weitergegeben. Das Geschlecht dieses Vogels ist noch unbekannt.
Wer die Neuankömmlinge in der Nische bis zum ersten Ausflug beobachten will, kann das wie in der Vergangenheit über eine Webcam tun. Und auch die weiteren Reisen der Vögel mit einer Flügelspannweite bis zu 2,90 Metern können dank GPS-Sender auf der Website des LBV verfolgt werden.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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