
Die Profis des VfB Stuttgart ließen sich von ihren Fans noch feiern, da nahm Bayer Leverkusens Geschäftsführer Fernando Carro schon mal den Fahrstuhl nach unten. Es war ein Bild mit Symbolcharakter: Bayer startet international in der neuen Saison wohl eine Etage tiefer als der VfB. Den vierten Champions-League-Platz der Fußball-Bundesliga machen am letzten Spieltag vermutlich Stuttgart und die TSG 1899 Hoffenheim unter sich aus. Für Bayer, den Sensations-Meister von 2024, bliebe nur noch die Europa League.
"Es war eines unserer besten Saisonspiele", sagte VfB-Sportvorstand Fabian Wohlgemuth nach dem überzeugenden 3:1 (2:1) gegen Leverkusen und verwies auch gleich noch mal auf das Hinspiel. Anfang Januar hatten die Schwaben die Werkself auswärts sogar mit 4:1 geschlagen.
Demirovic zeigt, was Bayer fehlt
Den großen Unterschied machte an diesem Samstag in Stuttgart vor allem Ermedin Demirovic aus. Der VfB-Star verkörperte alles, was den Bayer-Profis fehlte. Er erzielte nicht nur den schnellen Ausgleich nach Leverkusens Blitz-Führung. Er hatte auch sonst viele gefährliche Abschlüsse, machte vorn den Ball fest und warf sich leidenschaftlich in jeden Zweikampf.
"Er hat ein überragendes Spiel gemacht", lobte VfB-Trainer Sebastian Hoeneß seinen Angreifer. "Er arbeitet wie eine Wildsau für die Mannschaft", sagte der Coach. Demirovic sei genau für solche Spiele geschaffen. Er bringe sich mental in die richtige Verfassung dafür und schaffe es dazu noch, "die anderen mit anzuzünden". Auch Sportchef Wohlgemuth fand die Vorstellung des 28-Jährigen, der immer und überall zu finden war, "hervorragend".
Es sei im Training unter der Woche bereits abzusehen gewesen, "dass wir ein Feuerwerk auf dem Platz abliefern würden", sagte Demirovic selbst.
Leverkusens Andrich komplett bedient
Im Rennen um die Champions-League-Plätze hat sich die Ausgangslage des VfB durch dieses Feuerwerk erheblich verbessert. Der DFB-Pokalsieger ist vor dem 34. und letzten Spieltag zurück auf Rang vier.
Beim Auswärtsspiel gegen Eintracht Frankfurt am kommenden Samstag (15.30 Uhr/Sky) gilt es nun, die punktgleichen Hoffenheimer hinter sich zu halten. Und die Leverkusener natürlich, die vor ihrem Auftritt gegen den Hamburger SV jedoch drei Zähler zurückliegen und am Samstag entsprechend bedient waren.
"Wenn wir ganz ehrlich mit uns sind, reicht es einfach nicht für die Champions League dieses Jahr", sagte Bayer-Kapitän Robert Andrich nach der Niederlage im Schlüsselduell mit dem VfB. Alle im Verein müssten sich eingestehen, "dass wir für gewisse Sachen einfach nicht gut genug waren". In der Mannschaft gebe es "viele Charaktere, die ziemlich viel mit sich selbst ausmachen" und zu wenige Spieler, die in schwierigen Situationen vorangehen würden.
Auch Bayer-Sportchef Simon Rolfes wünscht sich mehr "Widerstandsfähigkeit". Der ohnehin umstrittene Trainer Kasper Hjulmand dürfte bei einem Verpassen der Königsklasse noch mehr in den Fokus rücken.
Ilzer freut sich auf Hoffenheims "Finale"
Dort steht Hoffenheims Christian Ilzer ohnehin schon. Der österreichische Trainer hat innerhalb kurzer Zeit aus einem Fast-Absteiger einen Champions-League-Anwärter gemacht. "Wir haben unser Halbfinale gewonnen, jetzt wartet in Gladbach unser Finale", sagte der 48-Jährige dem 1:0 (1:0) der TSG gegen Werder Bremen und vor dem Abschluss bei der Borussia.
Das Rennen um die Europapokal-Millionen geht auf die Zielgerade. Der VfB liegt nicht nur, aber auch dank "Wildsau" Demirovic in der Pole Position, Hoffenheim dicht dahinter. Bayer sieht nach dem jüngsten Ausrutscher nur die Rücklichter.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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