
Zwölf Tage nach dem verheerenden Zugunglück im Süden Spaniens ist eine schwer verletzte Frau in einem Krankenhaus an ihren Verletzungen gestorben. Das berichteten der staatliche TV-Sender RTVE und andere spanische Medien übereinstimmend. Die Zahl der Toten eines der schlimmsten Eisenbahnunglücke in der Geschichte des Landes stieg damit auf 46.
Die Ärzte hatten seit dem Unglück am Abend des 18. Januars versucht, das Leben der 42-Jährigen aus dem Ort La Palma del Condado zu retten, die auf der Intensivstation des Krankenhauses Reina Sofía in Córdoba behandelt wurde. Kurz vor der Nachricht von ihrem Tod hatten die Behörden mitgeteilt, es befänden sich noch 17 der ursprünglich mehr als 120 Verletzten auf Intensivstationen, wie RTVE weiter berichtete.
Zug mit 200 km/h aus dem Gleis geschleudert
Auslöser der Kollision zweier Hochgeschwindigkeitszüge war der ersten vorläufigen Einschätzung einer offiziellen Untersuchungskommission zufolge der Bruch einer Schiene. Die letzten Waggons eines Zuges waren entgleist und auf das Nebengleis geraten. Ein entgegenkommender Zug kollidierte mit diesen Waggons und wurde bei einer Geschwindigkeit von mehr als 200 Kilometern pro Stunde aus dem Gleis geschleudert.
Angehörige hatten am Donnerstag in Huelva bei einem Trauergottesdienst mit rund 4.000 Teilnehmern die Wahrheit über die Unglücksursache gefordert. Auch Spaniens König Felipe VI. und Königin Letizia waren angereist. Bis zu einem abschließenden offiziellen Untersuchungsergebnis könnten jedoch noch Wochen und Monate vergehen.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an [email protected]. +++
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